Geschichte der alten Welt.
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gang von den Griechen zu den Jllpriern; die Mehrzahl derselbengehörte jedoch dem Stamm der Letzteren an. Die illprischen Völkersind im Laufe der Zeit theils ausgerottet worden, theils haben siesich mit Völkern anderer Abstammung vermischt; es hat sich nurein geringer reiner Rest derselben erhalten, welcher bei den christ-lichen Völkern den Namen der Albanesen, bei den Türken dender Arnauten führt. Dieses kriegerische Volk ist in neuerer Zeit,vermittelst der Vergleichung seiner Sprache mit den aus dem altenIllprischen erhaltenen Wörtern, von den meisten Sprachforschernals ein Überrest jenes Völkerftammes erkannt worden.
Der thracische Völkerstamm ließ sich im Osten der Jllpricrund im Nordosten der alten Griechen nieder, und seine Wohnsitze er-streckten sich bis zu der Donau und zum schwarzen Meer; ja, nachder Annahme der alten Griechen wohnten thracische Völker, vonden frühesten bekannten Zeiten an, auch in Kleinasien. EinigeJahr-hunderte vor Christi Geburt breitete sich dieser Völkerstamm nochweiter nördlich, über die linke Seite der Donau hin aus, und be-völkerte auch die Walachei und einzelne Theile von Ungarn. ImAlterthum gehörten zu ihm vornehmlich folgende Völker: die eigent-lichen Thracier oder Thraken in dem gleichnamigen Lande, dieebendaselbst wohnenden Odrpsen, die Gelen in der Walachei,die Triballer im Lande Servien, die im Norden von Thracienwohnenden Mösier, nach welchen die alten Römer den jetzigenLändern Servien und Bulgarien den Namen Mösien gaben,und dieDaken oder D aci er, die auf dem linken Ufer der Donau,in Ungarn und Siebenbürgen wohnten, und nach denen das süd-östliche Ungarn, die Walachei, die Moldau und Siebenbürgen beiden Römern den Gesammtnamen Dacien führten. Ferner gehörten, nachder Annahme der alten Griechen, auch die in Kleinasien wohnen-den Phrygier, Mysier und Bithpnier zu den Völkern desthracische« Stammes. Ueber Ein Volk des Alterthums ist mandurchaus im Unklaren, ob es dem thracischen oder einem andernStamme angehörte. Dies sind die Macedonier, welche nach denForschungen des einen Gelehrten für ein thracischcS, nach deneneines andern für ein griechisches, nach denen eines dritten für einillyrisches Volk zu halten wären; nach einer vierten Annahme end-lich, welche am meisten Wahrscheinlichkeit für sich hat, waren sie