Band 
Erster Band.
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Geschichte der alten Welt.

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Ehrengesandtschaft, behandelte die Gesandten derselben mit mehrAufmerksamkeit, als die eines anderen Staats, hielt es für einUnrecht, ohne die höchste Noth die Mutterstadt zu bekriegen, u. dgl. m.

3. Die Griechen dieses Zeitraums im Allgemeinen.

In Folge der Wanderungen der Thessalier, Böotier und Dorer,von welchen die der Letzter» oder die sogenannte Rückkehr derHerakliden die wichtigste war, wurden die Königreiche des heroischenZeitalters fast insgesammt vernichtet, und an ihrer Stelle neueStaaten gegründet, welche sich größtenthcils durch die ganze spätereZeit der griechischen Geschichte hindurch erhielten. Um die Zeitdieser gänzlichen Umgestaltung der griechischen Verhältnisse kam auchzuerst ein gemeinschaftlicher Namen für die griechische Nation auf,und es ward Sitte, die Gesammtheit der Griechen in vier Stämmeeinzutheilen und diese, alö verwandte Glieder Eines Volks, vonDcukalion's Söhnen und Enkeln herzuleiten.

Dasjenige Wort, welches damals zur gemeinschaftlichen Be-zeichnung aller griechischen Stämme gebräuchlich wurde, ist derNamen Hellenen, den in der Heroenzeit nur einige kleineVölkerschaften Thessaliens geführt hatten. Einen Gegensatz gegendiesen Gesammtnamen der griechischen Nation bildete ein andererNamen, unter welchem die Griechen alle übrigen Völker der Erdezusammenfaßten. Dies ist das Wort Barbaren, dessen Ab-stammung und eigentliche Bedeutung bis jetzt noch nicht sichererforscht werden konnte. Als Völkernamen war es im Munde derGriechen anfangs gleichbedeutend mit Nicht-Helleuen; später aber,als die Griechen durch ihre geistige und politische Entwickelungallen andern Völkern weit vorangeschritten waren, knüpften sie imGefühl ihres höheren Werthes den Nebenbegriff des Unfreien,Unedeln und Ungebildeten an dieses Wort. Als endlich Griechen-land seine Selbstftändigkeit verlor, und seine Cultur und Bedeutungauf die Römer überging, wurde der Namen Barbaren allen denVölkern ertheilt, welche der griechischen und römischen Bildungermangelten. Zugleich mit dieser Bildung haben später die christ-lichen Völker auch das Wort Barbaren übernommen, und dasselbedrückt nun in allen Sprachen der höher civilisirten Welt den Be-griff der geistigen und moralischen Rohheit aus.