Band 
Erster Band.
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Griechen. Dritter Perser-Krieg. ggg

kämpf gemeint sei, und bewog sie dadurch zu einer neuen Erbau-ung und Ausrüstung von Kriegsschiffen.

Von Demaratus und anderen griechischen Flüchtlingen beglei-tet, setzte sich Aerres im Frühling des Jahres 480 vor Christomit seinem Landhecre von Sardes aus in Bewegung. Der durchTroja's Gebiet fließende Skamander und einige andere Flüsse hat-ten nicht Wasser genug, um die Millionen des Heeres zu tränken.In der Nähe jenes Flusses, wo einst zum ersten Male Asien undEuropa in Waffen gegen einander gestanden hatten, brachte Jerresden Manen der trojanischen Helden Opfer dar. Am Hellespontangekommen, musterte er sein großes Heer und die ebendaselbst ver-sammelte Flotte. Als der König den Hellespont mit Schiffen undalles umliegende Land mit Truppen angefüllt sah, pries er sichglücklich, der mächtigste Herrscher zu sein; bald aber änderte sichseine Stimmung, und der Anblick des ungeheueren Menschengewühlserweckte das Gefühl der Wehmnth in ihm, und entlockte seinemAuge Thränen. Als Artabanns, der hochbejahrte Oheim desKönigs, welcher neben ihm stand, ihn um den Grund seines plötz-lichen Schmerzes fragte, antwortete er, daß der Anblick der Millio-nen den Gedanken in ihm erweckt habe, wie kurz des MenschenLeben sei, und wie wenige in dieser großen Masse von Kriegernein hohes Alter erreichen würden. Artabanus, der seinen Neffenfrüher vergebens von dem Zuge gegen Griechenland als einer fürdas persische Reich verderblichen Unternehmung abzuhalten gesuchthatte, erwiderte, in des Königs Stimmung eingehend: «Ach, dasLeben der Menschen hat eine noch viel traurigere Seite. So kurzes auch ist, so ist doch weder von diesen Millionen noch von allenübrigen Menschen ein einziger so unausgesetzt glücklich, daß ernicht von Zeit zil Zeit lieber sterben als fortzuleben wünschte. Dennvielfache Leiden trüben eines jeden Glück, sie machen, daß die kurzeSpanne des Lebens dein Menschen oft allzu lange dünkt, und derTod erscheint ihm deshalb zuletzt als ein freundlicher Erlöser ausden Mühsalen des irdischen Daseins. So hat die Gottheit, dieuns des Lebens Süßigkeiten kosten läßt, ihnen auch die bitterenTropfen des Leids beigemischt." Leeres, der einer ernsten Betracht-ung solcher Art nicht lange nachhängen konnte, sprang plötzlich vondem Gegenstände ab, und ging auf tue bevorstehende Unternehmung