Band 
Erster Band.
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Grieche». Dritter Perser-Krieg. Z7Z

man sogar erzählt, Enrybiades habe in der Hitze des Streits sei-nen Stab gegen Themistoklcs erhoben, woranf dieser rnhig gesagthabe: „Schlag' immer zu, aber höre mich nur an!" Der athenischeAnführer setzte seine Meinung zuletzt vermittelst der Drohung durchdaß die Athener, deren Schiffe fast die Hälfte der ganzen Flotteausmachten, diese verlassen, znr Gründung einer neuen Niederlassungin eine ferne Gegend segeln, und so die übrigen Griechen demUntergang durch die Perser preisgeben würden, wenn man sichnicht zu einer bei Salamis zu liefernden Schlacht entschließen würde.

Auch bei den Persern, deren Flotte von Artemisium aus aufdemselben Wege wie die der Griechen weiter gesegelt war, und jetztin der Nähe von Athen vor Anker lag, herrschte eine Verschieden-heit der Ansichten; aber bei ihnen trug die bessere Meinung nichtden Sieg davon. In einem von Xerrcs gehaltenen Kriegsrathmachte Artemisia, die Wittwe des den Persern unterworfenenBeherrschers von Halikarnassus, welche ihrem Gemahl in der Re-gierung nachgefolgt war, sowohl auf die gänzliche Zwecklosigkeiteiner Schlacht überhaupt, als auch auf die große damit verbundeneGefahr für die Perser anfmerkfam; allein man schenkte ihren Vor-stellungen kein Gehör, und entschied sich dahin, daß bei Salamiseine Schlacht geliefert werden solle. Ungeachtet auf diese Weisevon beiden Seiten ein entscheidender Kampf beschlossen war, wärees vielleicht dessen ungeachtet nicht dazu gekommen, wenn nicht eineNst des Themistoklcs die Ausführung beschleunigt hätte. Es warennämlich nicht wenige unter den Anführern der Griechen gegen dengefaßten Beschluß eingenommen, und Themistokles mußte befürchten,daß, wenn nicht bald eine Schlacht geliefert würde, ein großerTheil der griechischen Schiffe sich von den übrigen trennen undnach Hause segeln würde. Um dies zu verhindern, schickte The-nnstokles insgeheim einen zuverlässigen Sklaven von persischer Ab-kunft an Xerres, und ließ diesem unter der Maske der Verräth ereisagen, daß die Griechen aus Furcht und Uneinigkeit beschlossen hät-ten aus einander zu gehen, und daß, wenn er dieselben nicht baldangreife, die günstige Gelegenheit ihre ganze Flotte vernichten zukönnen für immer vorübergehen würde. Xerres ließ sich täuschen,und traf sogleich die nöthigen Vorkehrungen, um am nächsten Tagedie Griechen anzugreifen.