Grieche». Dritter Perscr-Krieg. z/z
Pont. Unterwegs hatten seine Truppen, bei der Schnelligkeit desMarsches und dem Mangel an Magazinen, durch Hunger undKrankheiten so sehr zu leiden, daß sie oft von Gras und Baum-rinden sich nähren mußten, und daß die meisten von ihnen starben.Der Geschichtschreiber Herodot erzählt, daß Themistokles nach derSchlacht bei Salamis im Kriegsrathe der Griechen anfangs dar-auf gedrungen habe, den Sieg sogleich zu benutzen, mit der ge-summten Flotte den Persern zuvorzukommen, und sich des Über-gangs über den Hellespont zu bemächtigen. Als man darauf nichteinging, sandte, wie Herodot weiter berichtet, Themistokles einenvertrauten Sklaven an Zkerres mit der scheinbar wohlwollendenAnzeige, die Griechen hätten den Rest seiner Flotte verfolgen unddie Brücken über den Hellespont abbrechen wollen, er aber habesie davon abgehalten. Spätere Geschichtschreiber geben statt dessendie weniger wahrscheinliche Nachricht, daß Themistokles, um diePerser zum eiligen Rückzug aus Europa zu bewegen, dem Xerresgemeldet habe, die Griechen wollten jene Brücken zerstören.
An demselben Tage, an welchem die Griechen bei Salamisdie Macht übermüthiger Barbaren brachen, erfochten auch ihreLandsleute in Sicilien einen glänzenden Sieg, der dieselben auseiner gleich großen Gefahr errettete. Die Karthager nämlich hat-ten mit einer starken Flotte und einem ungeheuren Heere die griech-ischen Colonieen in Sicilien angegriffen; sie wurden aber von denverbündeten Griechen unter Gelo von Syrakus und Theron vonAgrigent, am Tage der Schlacht bei Salamis, in der Nähe derStadt Himera gänzlich geschlagen, und verloren Heer und Flotte.
Im griechischen Mutterlande wandte sich ein Theil der Flottenach dem Siege bei Salamis gegen einige der Inseln, um siedurch Brandschatzungen für ihren Abfall zu bestrafen, und bei die-ser Gelegenheit soll Themistokles, der den Oberbefehl hatte, sichselbst nicht wenig bereichert haben. Hierauf wurde durch Weihge-schenke und Opfer den Göttern für den erdungenen Sieg gedankt,und von den Anführern über die unter den Griechen gebräuchlichenEhrenbelohnungen berathen. Der erste Siegespreis konnte nichtausgetheilt werden, da jeder ihn für sich selbst in Anspruch nahm;den zweiten aber erkannten die meisten Stimmen dem Themistokleszu. Als hierauf die Geschwader der einzelnen Staaten in ihre