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Erster Band.
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Griechen. Dritter Perser-Krieg.

Pflicht gegen die Gebliebenen erfüllt hatte, wurde unter den griech-ischen Heerführern berathen, welchem ihrer Völker der Preis dergrößten Tapferkeit gebühre. Auf diesen machten zugleich die Athe-ner und die Spartaner Anspruch, und es entstand darüber zwischenBeiden ein bedenklicher Zwist; endlich half man sich damit, daßman ihn keinem von beiden Völkern, sondern den Plattiern er-theilte.

Das siegende Heer der Griechen zog von Platää geradesWeges gegen Theben, um diese Stadt, welche sich den Persern be-sonders gewogen gezeigt hatte, zu bestrafen. Theben lieferte, nach-dem es einige Wochen hindurch helagert worden war, die Häupterder persisch gesinnten Partei aus, und diese wurden von Pausaniasmit fortgeschleppt, und in Korinth mit dem Tode bestraft.

An demselben Tage, an welchem Pausanias bei Platää das! persische Heer vernichtete, erfocht auch die griechische Flotte einen

> glänzenden Sieg. Diese ward von dem spartanischen König Leo-

tychides befehligt; an der Spitze des athenischen Theils derselbenaber stand der bereits früher als Gegner des Miltiades erwähnte! Tanthippus. Leotpchides hatte von Delos aus, wo seine Flotteden ganzen Sommer über vor Anker lag, geheime Unterhandlungenmit den ionischen Griechen in Kleinasien gepflogen; zur Herbstzcit^ .segelte er endlich nach Samos ab, um, im Einverständnis) mit denBewohnern dieser Insel, die daselbst liegende Flotte der Perser an-l zugreifen. Auf die Nachricht von dem Vorhaben der Griechenverließ der persische Admiral sogleich Samos, und fuhr mit seinenSchiffen nach dem benachbarten Vorgebirg Mpkale an der ion-ischen Küste, wo ein Landheer von sechszigtausend Mann zur Be-wachung der Zonier stand. Er ließ seine Schiffe, nach dem beiden Alten im Beginne des Winters üblichen Gebrauch, auf dasLand ziehen, und verschanzte sich hinter ein Pfahlwerk, das er umdie Flotte herum errichten ließ. Vor der Abfahrt von Samoshatte er, nachdem er für dieses Jahr den Scekampf aufgegebenhatte, die phönieischcn Schiffe, welche den besten Theil seiner Flotteausmachten, nach Hause entlassen. Dies bestimmte die Griechen^ bei ihrer Ankunft in Samos, die feindliche Flotte bei Mpkale an-zugreifen; als sie aber sahen, daß die Perser das Meer ganz undgar geräumt hatten, beschlossen sie einen Kampf zu Lande zu ver-