Band 
Erster Band.
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Äriechen. Vorn dritten Perser-Krieg bis zu Cimon's Tod. zgz

zu erreichen, war ihnen durchaus ein geräumiger und sicherer Hafenund die Befestigung ihrer Stadt nöthig; denn seither war Athenals schwach befestigte Stadt in jedem Kriege mit dem Untergangbedroht, und der kleine Hasen Phalerum, dessen sich die Athenerbis jetzt allein bedient hatten, war sehr seicht und nicht hinlänglichgegen die Winde gedeckt. Themistvkles, dessen Scharfblick und Klug-heit den Grund zu der damaligen Macht Athen's gelegt hatte, ver-half seinen Mitbürgern auch zum besten Hafen von ganz Griechen-land und zur Befestigung ihrer Stadt.

Themistvkles hatte im letzten Jahr des Perser-Krieges kein Com-mando erhalten, sondern seine Gegner Aristides und Aanthippushatten Heer und Flotte angeführt: entweder weil seine ausgezeich-neten Verdienste die Eifersucht des Volks erweckt hatten, oder weildas Missallen, welches die ihm in Sparta erwiesenen Ehrenbe-zeugungen zu Athen erregt hatten, von seinen Feinden geschicktbenutzt worden war. Bald nach der Schlacht bei Platää warer wieder der erste Mann in Athen, und leitete durch seingroßes Talent alle Beschlüsse der Volksversammlung. Die Stadtlag in Trümmern, als die Athener von Salamis dahin zurück-kehrten. Themistvkles bewirkte sogleich den Volksbeschluß, daß die-selbe durch eine starke und dauerhafte Mauer befestigt werden sollte,und daß alle Bürger sich einstweilen mit den zerstörten Resten ihrerWohnungen behelfen, und die Wiederherstellung derselben so langeunterlassen sollten, bis die Festungswerke vollendet wären; dennThemistokles sah voraus, daß die Befestigung Athen's von Seitender auf die Erhaltung ihrer Oberherrschaft eifersüchtigen Sparta-ner, sowie der andern griechischen Staaten Widerspruch erleidenwürde. Wirklich war auch der Bau der Mauern kaum begonnenworden, als die Aegineten Gesandte nach Sparta schickten, um die-ses Unternehmen zu hintertreiben. Die Spartaner ließen hieraufdurch eine Gesandtschaft den Athenern sogleich erklären, daß mandie Befestigung einer außerhalb des Pcloponnes gelegenen Stadtim Interesse des gesammten griechischen Volks nicht zugeben könne,weil man einem in Griechenland einfallenden Feinde keinen Platzbieten dürfe, wo er sich festsetzen könne; der Pcloponnes allein seidie natürliche Festung von Griechenland, in diese könnten die übrigenGriechen sich nöthigenfalls zurückziehen.