Band 
Erster Band.
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Griechen. Bom dritten Pcrscr-Krieq bis zu Cimon's Tod. zg)

lich sein könne und werde. ThemistokleS selbst mußte aber anderer-seits, auch wenn er wirklich bereit gewesen wäre, gegen sein Vater-land aufzutreten, am besten einsehen, daß jene Unterwerfung vonSeiten eines Reiches/ wie das persische, unmöglich war; und dochdurfte er die Erwartung, die man von ihm hegte, nicht zurück-weisen. Unter den Griechen ging bald nach seinem Tode die Sage,er habe dem Perser-König seinen Beistand bei der Unternehmunggegen Griechenland versprochen, ihn aber lange hingehalten und,als er zuletzt dies nicht länger thun konnte, aus Vaterlandsliebeund klarer Erkenntniß der Unmöglichkeit eines glücklichen Ausgangs,sich selbst vergiftet. Gewiß ist dies jedoch nicht; es hat vielmehrdie Nachricht, daß er eines natürlichen Todes gestorben sei, größereWahrscheinlichkeit für sich. In einer der drei ihm zum Unterhaltangewiesenen Städte wurde ihm ein Denkmal errichtet; seine Ge-beine aber sollen auf seinen Wunsch heimlich nach Attika gebrachtund dort beerdigt worden sein. Das Zahr seines Todes ist unbe-kannt; es wird uns nur berichtet, daß er in seinem fünf undsechzigsten Lebensjahre gestorben sei.

Athen war unterdessen so glücklich gewesen, in Aristides undCimon Männer zu besitzen, welche seine Macht fortwährend hobenund seine Herrschaft ausbreiteten. Das athenische Volk war statt derSpartaner an die Spitze der verbündeten Griechen Kleinasiens undder Inseln gelangt, und zu dem Versammlungsorte derselben, anwelchem die Bundesangelegenheiten berathen wurden, war auf Ari-stides Vorschlag nicht Athen, sondern die Insel Delos bestimmtworden. Dieser kluge Staatsmann hatte dadurch bewirkt, daß vor-der Befestigung des neuen Verhältnisses kein Mistrauen gegen seineVaterstadt aufkam. In Delos wurden nun öfters Kongresse derVerbündeten gehalten, welche aber, bei der trefflichen Leitung desathenischen Staats durch Aristides und Cimon, im Grunde unr-eine bloße Form waren, hinter der die Oberherrschaft Athen's sichversteckte. Zur Fortsetzung des Kriegs wurde aus den jährlichenBeiträgen der Bundesgenossen ein Schatz gebildet, und dieser inden Apollo-Tempel zu Delos niedergelegt. Für die Beaufsichtigungdesselben erwählten die Verbündeten Aristides, wegen des allge-meinen und großen Vertrauens in seine Rechtlichkeit, zum General-schatzmeister des Bundes. Nach seinem Abgang gestattete man den