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Elektromagnetismus.
dieses die Verbindung hergestellt war. Davy konnte es fernernie dahin bringen, dafs einer der besten galvanischen Leiter,nämlich geschmolzenes Kalihydrat Eisenfeilicht anzog, un(Tda-mit getränkte Baumwollenfasern wurden von einem Magnetegar nicht angezogen. Stahlnadeln, welche vermittelst Kork aufKaliauflösung schwammen, nahmen durchaus keine Polarität an,wenn der elektrische Strom durch diese Flüssigkeit geleitetwurde, und der einzige Beweis , dals sich auch in ihr Magne-tismus entwickele, lag in dem Einflüsse derselben auf dieMagnetnadel in dem Falle, wenn eingetauchte Metallflächen vonbedeutender Ausdehnung sie mit der Volta’schen Batterie ver-banden. Die Anziehung des Eisenfeilicht gehört indefs schonunter die bedeutendsten elektromagnetischen Wirkungen, welchesehr starke Elektromotoren und eine gute Leitungsfähigkeit desKörpers voraussetzen. Dafs übrigens Flüssigkeiten, wenn einStrom galvanischer Elekiricität sie durchströmt, die Magnetnadelin Bewegung setzen, wurde gleich anfangs durch Seeheck 1beobachtet, und nachGROTTHUSS 2 geschieht dieses sogar durcheinen mit Salzwasser hinlänglich getränkten Bindfaden. Dieseübereinstimmenden Resultate führen also auf allen Fall zu derwichtigen Folgerung, dafs nicht blofs die Metalle, sondern auchandere feste und flüssige Körper zur Erzeugung des Magnetismusvermittelst der Elektricität geeignet sind, wenn diese anders ingenügender Menge dieselben zu durchströmen vermag. DieserSchluls läfst sich gar nicht oder nur unvollkommen auf die durchPoggendorf 3 erhaltene Beobachtung gründen. Dieser legtenämlich die Zink- und die Kupferplatte in 6” Entfernung voneinander, bedeckte jede durch eine, mit Salmiaklösung ge-tränkte Tuchscheibe, und verband diese durch einen breiten,gleichfalls in Salmiakauflösung getauchten Streifen Tuch. Un-ter letzteren stellte er eine empfindliche Magnetnadel, undschlofs dann die Kette durch einen Multiplicator von 100 Win-dungen und gleichfalls mit einer Nadel versehen. Letzterezeigte eine merkliche Abweichung, erstere aber gar keine, ohneZweifeldeswegen, weil die geringe Menge der durchströmen-den Elektricität hierzu nicht kräftig genug war, und erst eines
1 Berliner DenkscJir. a. a. O. S. 383.
2 Allgem, Nord. Annalen VI, 146.
3 PfalT: der Elektromagnetismus. S. 95,