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Elektromagnetismus.
kommen überein 1 . Es scheint mir überflüssig, die hieraus noth-wendig horvorgehende Folgerung eben so ausführlich zuentwik-keln, dafs bei der Richtung des elektrischen Stromes vom ma-gnetischen W. nach O. oberhalb der Nadel gar keine Bewegungderselben erfolgen kann , auch bedarf es kaum der Erwähnung,dafs die Wirkungen des Leiters die entgegengesetzten sind,wenn er unter der Nadel hingeführt ist. Hiermit übereinstim-mend ist dann auch das von Seebeck 2 beobachtete Phänomen,dafs ein auf Quecksilber schwimmender Magnetstab unter demgalvanischen Leitungsdrahte sich mit seinem IndilFerenzpunctoeinstellt.
Bildet dagegen die Spitze der Magnetnadel mit dem Lei-tungsdrahte einen Winkel, so kommen unter den verschiedenenmöglichen Lagen der Axen des Drahtes und der jDeclinations-nadel zunächst nur diejenigen in Betrachtung, wobei die Na-delspitze unter oder über dem Leitungsdrahte sich befindet, unddie Axen der Nadel und des Drahtes in einander parallelen ho-rizontalen Ebenen liegen. Ohne über diese und die sonstigenFälle in weitläuftige Rechnungen einzugehen, ergiebt sich bald,dafs für die angegebene Lage die Stärke derBewegung derCrö-fse des Winkels umgekehrt proportional seyn, und bei 90° ver-schwinden wird. Alle {ihrigen Erscheinungen' folgen dann vonselbst, wenn man nur die Richtung vor Augen hat, in wel-cher die Nadelspitze um den elektrischen Leiter zu laufen scrl-licitirt wird, weswegen diese Aufgabe keine weitere Untersu-chung der einzelnen, unter sie gehörigen Fälle bedarf. Ebenso wenig würde es sich der Mühe belohnen, das Verhaltender Inclinalionsnadel für die verschiedenen Winkel einzeln an-zugeben, welche der Leitungsdraht mit ihr bilden kann, dieScheitel derselben gleichfalls in der Drehungsaxe der Nadel lie-gend oder mit ihrer Spitze gebildet angenommen. Man darfnützlich *nur berücksichtigen , dafs bei dieser Nadel nur diejeni-gen Winkel in Betrachtung kommen, welche in verticalen Ebe-nen liegen, und nach der Voraussetzung, dafs die Wirkungendes elektrischen Leiters in seinem ganzen Umfange einandergleich sind (nach No. 2) mit denjenigen zusammenfallen, welche
1 Vergl. Pfaff a. a. 0. S. 88 n. 215. Beckstein bei G. LXVI1.371. Gilbert cbeml. LXVI. 331. A. van Beck bei G. LXV1II. 306.
2 Schweigg. Journ. XXXII. 30.