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Elektromagnetismus.
Diese Erscheinungen, welche Seebeck, mit seinem be-kannten Scharfsinne der von ihm aufgestellten Theorie gemäfszu erklären sucht, schienen mir viel zu wichtig, als dafs ichsie fiir den Zweck der vorliegenden umfassenden Untersuchungdieses schwierigen Gegenstandes nicht hätte wiederholen sol-len. Ein so grofser Apparat, als der von Seebeck gebrauchte,stand mir dabei zwar nicht zu Gebote, allein die Wirkung desmeinigen war gewifs stark genug, um die Frage eben so si-cher als vollständig - zu entscheiden. Seebeck’s Apparatnämlich bestand aus einer einzigen Kupfer - und einer Zink-Platte, jede 5,3 Quadratfufs haltend, und durch eine Auflösungvon Kochsalz und Salmiak, oder durch verdünnte Schwefel-säure, verbunden; dagegen hatten die von mir gebrauchtenPlatten nur 18 Par. Zoll Seite, allein die Flüssigkeit, womitdie zwischenliegende Tuchscheibe stark getränkt war, bestandaus einer Mischung von Salpetersäure und verdünnter Schwe-felsäure. Zur Sicherheit lag die untere Kupferscheibe auf einerisolirenden Glastafel, und die Zinkscheibe wurde zur Verstär-. kun<T des Effectes vermittelst schwerer Gewichte angedrückt.
66. Der Draht b a von Messing und 0,2 Far. Lin. im Durchmesserhaltend, wurde durch einen Gehülfen straff angezogen, so dafser überall etwa eine Linie von der Fläche der Zinktafel abstand.Dabei schien es mir besser, ihn nicht unmittelbar und bleibendauch mit der Kupferplatte zu verbinden, sondern bei y stand einkleines Gefäfs mit Quecksilber, in welches der am Kupfer fest-gelöthete Draht bleibend herabging, der an die Zinkplatte bei bangelöthete aber abwechselnd eingetaucht wurde, um die Wir-kung desselben bei offener und geschlossener Kette zu beobach-ten. Als ich auf den Verbindungsdraht -feine 3 Z. lange, aufeiner 0,75 Z. hohen Spitze schwebende Magnetnadel stellte,war die westliche Abweichung so stark, dafs die Nadel beimSchliefsen der Kette einigemale in einem ganzen Kreise umlief,ln einiger Entfernung östlich und westlich vom Verbindungs-drahte hörte indefs die Wirkung auf, ich glaubte auch die er-wartete östliche Abweichung zu entdecken, allein als ich michbemühete, die Ordinaten der durch Seebeck gefundenen Curvegenau zu messen, wurden die Erscheinungen so abweichendund regellos, dafs ich nach einigen vergeblichen Bemühungenden Gebrauch der auf der Spitze balancirten Nadel aufgab, undmich einer 4 Z. langen, an einem ungezwirnten Seidenfaden