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Dritter Band. E.
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Elektromagnetismus.

ten schraubenförmigen Windungen des galvanischen Leitungs-drahtes Stahlnadeln magnetisirte, und auch sogleich die Ent-deckuns damit verband, dafs in ein und derselben Nadel meh-rere abwechselnde Pole erzeugt wurden, wenn er die Windun-gen des Drahtes zuerst nach einer Richtung laufen liefs, dannnach einer Unterbrechung durch eine kurze gerade Strecke inder entgegengesetzten, und so in mehreren Wechseln.

13. Aehnliche Versuche wurden seitdem in Menge ange-stellt, dienten aber nur dazu, die einmal gemachten Erfahrun-gen zu bestätigen. Am ausgezeichnetsten sind diejenigen, wel-che die italienischen Physiker Gazzeri , Marchese RidolphiAntivori und Graf Bardi schon im Jahre 1820 und 21 anstell-ten L Sie bedienten sich dazu zweier kupferner Kasten, derenjede einzelne Zinkplatte 507,5 Quadratzolle mafs, und die mitWasser und ^stel Schwefelsäure gefüllt, beide aber zu einemeinzigen Apparate vereinigt waren. Die Stärke des hierdurchin schraubenförmigen Drahtgewinden erzeugten Magnetismuserreichte in einer Minute schon das Maximum, ohne durch län-gere Einwirkung des elektrischen Stromes weiter verstärkt zuwerden, auch war die Verlängerung des Leitungsdrahtes biszum ceWundenen Theile von keinem Einflüsse. Es machte fer-ner keinen Unterschied, ob das Drahtgewinde mit der Nadelsich von Luft umgeben, oder unterWasser, unter Eis, oderin einer an beiden Seiten verschlossenen Glasröhre befand.Ferner wurden die Nadeln magnetisch, die schraubenförmigenWindungen mochten weiter Von einander abstehen, oder biszur Berührung einander genähert seyn, selbst wenn sie von Au-fsen mit einem Stanniolstreifen umgeben waren, nur nicht ineinem Blechcylinder, wenn dieser einen Theil des Leitungs-drahtes ausmachte. Umgab dagegen der Schliefsungsdraht inschraubenförmigen Windungen eine Röhre von Messing, worinsich die Nadel befand, so wurde diese noch stärker magnetisch,als in einer Glasröhre. War das Drahtgewinde durch Umwik-kelung eines dreiseitigen Prisma oder eines Parallelepipedumsgebildet, so wurde die Nadel darin so gut magnetisch, als ineinem umwundenen Cylinder, dagegen waren zickzackförmigeBiegungen, so wie hin und zurücklaufende Flechtungen desDrahtes ohne Wirkung, auch machte die Art des Metalles,

1 Bibi. unir. XVI. 101. G. LXXI. 262.