Band 
Dritter Band. E.
Seite
633
JPEG-Download
 

Prechtl’s Theorie. 633

folgen, wenn man G, 8 • • • • überhaupt 2 n polare Linien am elek-tromagnetischen Leiter annimmt.

3. Prechtl’s Theorie.

Da es hier nicht daranf ankommt, die VorstellungenPbechtl’s von dem Wesen des Magnetismus und der Elcktri-cität überhaupt zu erörtern, und die Meinung desselben vonder Identität beider ohnehin oben im Wesentlichen schon ge-prüft ist, hier dagegen zunächst nur diejenige Theorie zur Un-tersuchung kommen kann , woraus derselbe die Wirkungen des-elektromagnetischen Leiters erklärt, so läfst sich dieses aus sei-nen Abhandlungen 1 hierüber mit wenigen Worten heraushe-ben. Jeder elektromagnetische Leiter ist nach ihm ein Trans-Versalmagnet, dessen polare Linien der Zahl seiner Seiten cor-respondiren. Ueber den Fall, dafs dieser Leiter aus einemdreiseitigen Prisma bestände, finde ich nichts besonders er-wähnt, die übrigen Formen aber, deren Querschnitte reguläreFiguren bilden, sind sämmtlich berücksichtigt. Ist demnachder Leiter der Elektricität ein viereckiger Stab, so drückt die

Ö ’ 1“i •

Zeichnung eines Querschnittes desselben sowohl die Lage der jggpolaren Linien als auch die Richtung der Magnetnadel um den-selben aus 2 . Eben dieses ist der Fall für ein sechsseitiges Pris-igj’ma, bei welchem also die magnetischen Richtungen je zweieran einander liegender Seiten entgegengesetzt seyn sollen. Min-der nicht gilt dieses für Vielecke von gleicher Seitenzahl; istaber die letztere ungleich, so stellt sich in der Magnetisirungdie Gleichheit dadurch her, dafs zwei an einander liegende Sei-ten sich in der nämlichen llichtung magnetisiren, denn dieGleichheit der Seiten hat lüer keinen Einüufs. Nimmt man zumSchliefsungsdrahte z. B. ein zwölfseitiges Prisma von unend-lich kleinem Durchmesser, oder was dasselbe ist, ein Prismavon endlichem Durchmesser und unendlich vielen Seitenflä-chen, d. h. einen Cylinder, so liegen hier die einzelnen Polari-Jg^täten sehr nahe an einander, und es vereinigt sich also auf eineMagnetnadel von endlicher Länge die Gesammtwirkung allerder Polaritäten, welche über dem Durchmesser desjenigen Quer-

1 G. LXVII. 259. LXVIII. 187.203. Schweigg. Jonrn. XXXVI. 399.

2 Dafs die'letztere unrichtig sey, eben wie bei der nächstfol-genden Figur, möge hier nur beiläufig bemerkt werden.