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Elektrophor.
Statt der harzigen kann mah auch andere idioelektrischeSubstanzen, welche durch Reiben eine eigenthümliche starkeE. annehmen, zur Basis des Elektrophors gebrauchen. Vor al-len kann dazu das Glas dienen, wie dann das Elektrophor in denHänden Wilke’s zuerst unter dieser Form erschien, und nurdie Unwissenheit der Franzosen in fremder Literatur macht eserklärlich, dafs Aubeht 1 viele Jahre nachher mit seinem Glas-elektrophor als mit einer neuen Erfindung auftreten konnte.INimmt man ein Spiegelglas zur Basis, so Vertritt schon die Be-legung mit Spiegelfolie die Stelle der Form. Man hat auch sei-dene und Wollene Zeuge zur Basis des Elektrophors gebraucht,welche man am besten in einen Rahmen spannt, und so in freier
Luft in eine horizontale Lase brinct 2 . Man darf auch nur einen
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elektrisirten seidenen Strumpf u. d. g. auf den isolirten Deckellegen, um Wirkungen zu erhalten, die denen des Elektrophorsähnlich sind.
VilettE zu Lüttich hat einen Papierelektrophor aus einemhalben Bogen Fapier angegeben, welcher stark erhitzt, und miteinem seidenen Tuche oder rauhen Felle gerieben wird. Erhat daraus lebhafte Funken erhalten und Leidner Flaschen da-mit geladen.
Erscheinungen und Gebrauch des Elektro-phors.
Man errege die E. des Kuchens durch Reiben. Ist derselbe,wie gewöhnlich, von einer harzigen Composition bereitet, sowird die Erregung am besten gelingen, wenn man mit trocke-nem, warmen Hasen- oder Katzenfelle oder Flanell reibt.Das allerbeste ist, mit einem doppelt zusammengelegten war-men und trockenen Stücke Flanell, das man mit beiden Händenhält, auf den Kuchen zu schlagen, und bei jedem Schlage denFlanell über den ganzen Kuchen hinweg gegen sich zu ziehen,oder den Kuchen auf eben diese Art, doch stets nach derselbenRichtung, zu peitschen, wozn auch ein Fuchsschwanz treffli-che Dienste leistet. Durch öftere Wiederholung dieses Schla-gens oder Reibens kann man die E. des Kuchens bis zu einem
1 Gothaisches Magazin für das Neueste n. s. w. V« Bd. Stes St.S. 96. ff.
2 S. Luftelektrophor .