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Erscheinungen. 739
auch die Kügelchen oder Strohhälmchen des mit der Form inVerbindung stehenden Elektrometers gehen langsam zusammen,bis zur Berührung, und dann wieder von neuem aus einandermit entgegengesetzter positiver E.
9. Hebt man den Deckel, nachdem man ihn einseitig be-rührt hat, in die Höhe, indem die Basis fortwährend isolirtbleibt, so gehen die Kügelchen des mit der Form in Verbindungstehenden Elektrometers abermals langsam zusammen, und nach-dem sie sich berührt haben, von neuem aus einander, und zwarwieder, wie im Anfänge des vorigen Versuches der Fall war,mit negativer E. Der aufgehobene Deckel zeigt positive E.,jedoch in einem geringeren Grade, als wenn man den Versuchbei nicht isolirter Basis angestellt hat.
10. Wenn man wie in den vorigen Versuchen verfährt,die schneidenden Funken aus dem auf dem Kuchen ruhendenDeckel nimmt, und eine Verbindung zwischen dem Deckel undder noch isolirten Form macht, so erhält man einen neuen mehrerschütternden Funken, Form und Deckel zeigen dann keineweitere Spur von E. — hebt man aber den Deckel auf, so zei-gen beide freie E., und zwar das Maximum, was sie überhauptzeigen können, der Deckel positive, die Form negative. Esversteht sich von selbst, dafs wenn man statt erst einseitig denDeckel berührt zu haben, sogleich eine Verbindung zwischender Form und dem Deckel durch den Finger macht, man auchsogleich den erschütternden Funken erhält, ungeachtet in die-sem Falle beide Belege des Harzkuchens (denn diesen Namenverdienen der Deckel und die Form) einerlei freie negative E.besitzen.
11. Wird der Deckel nach der Berührung aufgehoben, undohne dann in der Höhe berührt worden zu seyn, wieder nie-dergelassen und aufgesetzt, so sind Form und Deckel ganz todtund ohne einige Merkmale von E.
Alle diese Erscheinungen, besonders aber die von 8—11lassen sich vorzüglich lehrreich an demjenigen Elektrophore dar-stellen , welcher aus einer Ladungsscheibe besteht, deren Be-lege von derselben abgezogen werden können. Am besten dientdazu eine in einem llahmen gefafste Scheibe, die mit seidenenSchnüren senkrecht in einem Gestelle aufgehängt ist, das auszwei Paar senkrechten Glassäulen besteht, welche oben durcheinen quer gehenden Glasstab vereinigt sind. Zu den Belegen
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