761
Lichteuberg’sche Figuren.
ben kann. Ein anderer isolirender Fufs tragt am Ende eines an-dern gläsernen Armes einen ähnlichen Leiter, den man von un-ten an jede Stelle der untern Seite der Scheibe bringen kann, sodafs beide Leiter einander gegenüber stehen. Ein dritter me-tallner oder sonst lebender Fufs trägt einen beweglichen Arm,wodurch der Leiter an der untern Seite mit dem Boden verbun-den werden kann. Die Leiter können mancherlei Gestalten ha-ben , nur müssen sie wenigstens Zoll hoch seyn, damit derKnopf der Flasche, womit man sie elektrisirt, der Platte nichtzu nahe komme. Mit ihrer Basis müssen sie auf der Platte ru-hen. Die schönsten Figuren erhält man durch positives Elek-trisiren, wenn der Leiter eine Röhre von 1 Zoll Durchmesserzur Basis hat.
Mit diesen Platten hat de Lüc die Versuche auf mancherleiAlt abgeändert, z. B. dem obern Leiter einen Funken gegeben>und ihn hernach entweder mit der Hand weggenommen, oderdurch den isolirenden Arm weggeschoben; oder vor dem Weg-nehmen erst die Verbindung des untern Leiters mit dem Bodenaufgehoben; oder diese Verbindung schon vor dem Funkengellenaufgehoben; oder den untern Leiter ganz weggelassen. JedeAbänderung im Verfahren giebt den Figuren ein anderes charak-teristisches Kennzeichen, und wenn man dabei Leiter von fün-ferlei verschiedenen Gestalten gebraucht, so erhält man 80 Va-rietäten von Figuren, wobei sich das Zufällige besser unterschei-den läfst, wenn man gröfsere Platten, etwa von 6 Zoll ins Ge-vierte , wählt, und jede Operation an verschiedenen Stellen wie-derholt. Man kann noch zwei Abänderungen durch das Bepu-dern machen , indem man gleich nach dem Funkengeben, nochvor Wegnehmung des Leiters, oder indem man noch vor demFunkengaben bepudert. De Lüc ist noch bei weitem nicht inalle Einzelnheiten dieser Fälle eingedrungen ; nur der allgemeineGang ist es, was er durch anhaltende Bemühungen zu fassen ver-mocht hat.
Die beiden Seiten der Platte sind hier einander so nahe,dafs sie stets beide gemeinschaftlich auf den Staub wirken; da-her seine Lase durch beide bestimmt wird. Er setzt sich also
O
am häufigsten, nicht eben auf die Theile, welche das meiste -f*E. besitzen, sondern auf die, wo die Anhäufung am wenigstendurch das — E. der entgegengesetzten Seite gehindert wird. DieStellen, welche der Leiter wirklich berührt, und die dem beleg-