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Lichtenberg’sche Figuren.
Menge E. ladet, so findet man den Ausgleichungspunct allemalnäher bei der gröfseren Flasche, deren Ladung die geringereIntensität besitzt, ihre äufsere Belegung mag sich nun im posi-tiven oder negativen Zustande befinden.
v Ich habe alle diese Versuche bei ihrer Wiederholung voll-kommen genau gefunden, nur zeigten sich mir die Figuren schö-ner und regelinäfsiger bei Anwendung des Bärlappsaamens, mitwelchem sich in dem letzten Versuche der Kranz Von Strahlenum das positive, und die Einfassung von runden Figuren, wievon I’erlen um das negative Beleg besonders gut ausnahmen.Aus diesen Versuchen , glaubt Ekmahk. , folge unwidersptech-lich, dafs die Schwefelblumen sowohl Von der positiven als Vonder negativen Seite einer geladenen Flasche aus in Bewegunggesetzt werden , welches sich nicht Wohl anders als durch einAusströmen einer Materie sowohl aus der positiven, als auchaus der negativen Seite erklären lasse, und also einen Beweisfür den Dualismus liefere. Aucli^ scheint aus den Versuchen Zuerhellen , dafs die negative E. sich nicht träger als die positiveverhalte, da in verschiedenen Abänderungen der Versuche beider Unterbrechung des Entladens das Zusammentreffen genau inder Mitte der Unterbrechung geschah, wenn beide Elektricitätenan beiden Seiten gleichen "Widerstand fanden.
Aldini in Bologna 1 stellte gleichfalls Versuche über dieLichtenberg’schen Figuren mit verschiedenen Pulvergemengen an,'welche auf Harzkucheli gestreuet wurden, denen durch den Knopfeiner Flasche positive oder negative E. an verschiedenen Stellen,oder auch nur eine E. mitgetheilt worden war. Die Figuren,welche diese Pulver bildeten, Und die Scheidung derselben voneinander durch die Anziehung von denjenigen Stellen des Harz-kuchens, welche eine der ihrigen entgegengesetzte E. besafsen,zeigten an, welches von beiden Pulvern negativ und welchespositiv durch durch das Reiben an einander geworden war.Diese Versuche wurden in einem noch gröfseren Umfange durchv. Aknim 2 ausgeführt, und dadurch dev elektrische Werth derverschiedenen Materien bei ihrer mechanischen Wirkung aufeinander bestimmt, wovon indefs schon unter dem Artikel Elek-tricität die Rede gewesen ist.
1 Auuali di Chimica cet. di ßrugnatelli. T. XIII. p, 137.
2 G. V. 34.
III. Bd.
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