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Pendelschwingungen.
Einflufs, und namentlich zeigte sich bei Campetti , wahrender den Jialancier auf dem Mittelfinger der linken Hand trug,wenn er galvanisch positive Metalle wie Zink, Zinn, Blei oderStahl unter seinen Füfsen hatte, die Bewegung nach einer dergewöhnlichen entgegengesetzten Richtung, d. h. der Streifenging von der Rechten zur Linken, war es aber Eisen, Kupfer,Messing, Silber, Kohle, Reifsblei, so geschah das Drehennach der gewöhnlichen Richtung mit grofser Kraft. Auf die-selbe Art, wie die positiven Metalle, wirkte auch der Nordpol eines Magnetstabes, das obere Ende irgend einer Frucht, dieM'urzel und der ihr nächst gelegene Tlieil eines Stammes, undder Kopf eines Kindes oder Mannes ; dagegen nach Art dernegativen Metalle wirkte der Südpol eines Magnetstabes, dasnach dem Stiele zugerichtete Ende einer Frucht, das obere Endeeines Baumes oder einer Pilanze, das Knie oder die P'ufssohleeines Kindes oder Mannes.
Doch es würde zu weit führen, wenn ich die mannigfalti-gen polaren Gegensätze zwischen Tlieilen des menschlichenKörpers, Functionen desselben, und andere Thätigkeiten undSubstanzen der Natur, welche in der Wechselwirkung mit demJialancier und der Wünschelruthe durch die entgegengesetztenBewegungen derselben, den Ritter’schen Angaben zufolge, do-cumentirt werden sollten, hier weiter verfolgen wollte. Mankann dieser Mühe um so mehr überhoben seyn, da es wohl kei-nem Zweifel unterworfen ist, dafs die meisten Beobachtungendieser Art auf einer Selbsttäuschung nach vorgefafsten Ideen be-ruhten, überhaupt diese ganze Sache fast so gut wie in Verges-senheit gerathen , und keine jener grofsen Erwartungen erfülltworden ist, ‘mit welchen die scheinbar neue Entdeckung sichdamals ankündigte. So grofse Anstalten auch gemacht wordenwaren, um an dem FilAJfCESCO Cami>etti die Thatsachen desWasser - und Metallfühlens durch gewisse dazu disponirte Con-stitutionen aufser Zweifel zu setzen, indem sogar eine eigeneCommission der baierschen Akademie der Wissenschaften zudiesem Behuf niedergesetzt worden war, welcher Ritteh einenweitläufigen Entwurf zu den mit Campetti anzustellenden Ver-suchen vorgelegt hatte 1 , so kam es doch zu keinem entschei-denden Resultate, wobei es unentschieden bleiben mufs, wie
1 Siehe dessen Siderijmus. I. Bd. ljtcs St. 1808. S. 51.