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Dritter Band. E.
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Erdbeben von heftigen Stürmen und Regen begleitet war, undüberhaupt die zahlreichen Erderschütterungen dieses Jahres 1821mit einer im Canzen regnerischen Witterung zusammenfielen 1 .Endlich wird auch bei den Beschreibungen der schrecklichenStürme, der Hurrikanes und Tornado’s, welche mit furchtbarenUeberschwemmungen verbunden namentlich die tropischen In-seln und Küstenländer verheeren, häufig von begleitenden Erd-beben geredet, allein dieses geschieht meistens nur von Unkun-digen, welche bei jeder Erschütterung ihrer Wohnungen durchSturm oder Fluthen, eben wie in unseren Gebenden, socleichErdbeben vermuthen, und dann aus begreiflichen Gründen auchwahrzunehmen glauben 2 . Fände wirklich ein Causalnexus stattzwischen den genannten meteorologischen Erscheinungen undden Erdbeben, so müfsten beide sich vorzüglich dann vereinigtzeigen, wenn die letzteren in ihrer furchtbarsten Gestalt her-vortreten, wovon aber häufig gerade das Gegentheil beobachtetist. So stand namentlich bei dem erwähnten Erdbeben in Cara-cas der ruhige, völlig wolkenlose und heitere Himmel im grellenContraste mit den Verwüstungen auf der Erde und dem Jammer-geschrei der Verunglückten; bei der Zerstörung von Catanea wardas Wetter schön, und einige leichte Wolken, welche sichwährend desselben gebildet hatten, verschwanden bald wieder,endlich war im Sommer 1S22 während der ganzen Dauer derwiederholten furchtbaren, Erdstöfse, welche Syrien verheerten,das Wetter mehr als gewöhnlich warm und heiter,.ohne irgendein ausgezeichnetes meteorologisches Phänomen. Allerdingswird auch erwähnt 3 , dafs nach dem Erdbeben in Valparaiso am19ten Nov. 1822 es dort regnete, was sonst im November da-selbst nie beobachtet ist. Diese Erscheinung würde aber, wennsie nicht zufällig war, mein: den gleichzeitigen vulcanischen Aus-brüchen, in Folge der dadurch gebildeten Wasserdämpfe, alsdem eigentlichen Erdbeben beizumessen seyn,

1 Ann. Ch. et Ph. XVIII. 413. XXI. 393.

2 Bei der Ueberschwemmung verschiedener deutscher Provinzen *im October und November 1824 wurden von mehreren Seiten herbeobachtete Erdbeben angegeben, deren kein« bestätigt ist. Vonwelcher Art die Beobachtungen waren, läfst sich unter andern darausabnehmeo, dafs jemand angab, sein Haus sey durch eiu Erdbebenerschüttert, wenn der Stofs nicht durch einen Baum in den Fluthenverursacht wäre.

3 Ann. Ch. et Ph. XXYII. 382.