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Breitengradmessungen.
Maup.f.rtuis’s , hauptsächlich der Correctipnen hei den ge-brauchten Mafsstangen wegen der Temperatur, ergaben nämlich,dafs die zur Berechnung der Abplattung das Erdsphäroid’s sqwichtige Bestimmung der Länge eines Grades unter dem Polar-kreise der nöthigen Genauigkeit ermangele. Auf den Antriebvon Melandehhielm wurden daher 1801 bis 3 die jungen Geormeter Swanmehg, Ofveiuso.m, Palandem. und Holmquistdorthin gesandt, welche durch Anstrengung und Beharrlichkeitdie grofsen obwaltenden Schwierigkeiten glücklich überwanden,und von 1801 bis 1803 diese Messung mit grolser Sorgfalt wie-derholten, wofür Swanmekg den von La Lande ausgesetztenastronomischen Preis erhielt 1 . Die ganze Operation ist in allenihren speciellen Theilen genau beschrieben 2 , und hierdurchwar es möglich, auch nachher die erforderlichen Correctionenwegen der so schwierigen Bestimmung der Ausdehnung undZusammenziehung der gebrauchten Meisstangen durch die unglei-,che Temperatur vorzunehmen, wonach dann die* Gröl'se desGrades daselbst == 57209,28 Toisen 3 angenommen wird.
In England hatte schon der General Rot eine ausnehmendvollständige und zugleich sehr genaue, weit ausgedehnte, Tri-angulirung vorgenommen 4 5 , wodurch die Längen der Grade un-ter verschiedenen Breiten gefunden werden können ; die eigent-,liehe Gradmessung mit möglichster Genauigkeit und vermittelstder vollendetsten Instrumente geschah durch Mudge von Dun-nose auf der Insel PFeight unter 50 9 37’ 8" an bis Clifton un-ter 53° 27’' 31". Sie hat in allen späteren Prüfungen bestensbestanden, liefert aber als höchst unerwartete Resultate, wennman sie unter sich vergleicht, die Länge eines Grades unter51° 2' 54" = 57127,65 T. unduntei;52°50'29",8=570l7,0(3T.im Mittel unter 52° 2' 19",S dieselbe = 570(39,8 Toisen K
Eine 'der "röfsten und wichtigsten Gradmessungen ist die-jenige, welche der Major Lammton in Ostindien 1802 ange-
1 Me'm. de l’Inst. IX, 230.
2 Swasberg exposition des opärations faites en Laponie ponrla determinatiou d’uu arc du meridieu cet. Stockh. 1805,,
3 Vergl. Melaeoerrielm in v. Zach Mon. Cor. I. 372. II, 250.VII. 561. XII. 421. bis XIV. 327. Journ, de Ph. LVI. 400,
i Phil. Trans. I.XXX. 111.
5 Phil. Tr. 1803. p. 383. Ver ä l. JVlon. Cor. XXIII. 241. XXV. 497.