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Erde.
13, Temperatur der Erdrinde.
Die Wärme der Erdrinde wird bedingt durch den Einßufsder Sonnenstrahlen, der unteren Schichten und der Luft, Istdaher, wie es hier billig seyn miifs, die Rede blofs von einerso dicken Schicht, als wohin diese Einflüsse dringen, so folgtvon selbst, dals der äufsere Theil derselben einem jährlichen,monatlichen und täglichen Wechsel ausgeset'zt seyn muls, wäh-rend der innere mehr constant bleibt. Einen bedeutenden Ein-llufs hat insbesondere das Regen- und Schneewasser, welchesin Tiefen von 3bis6Fufs einen gröfseren und schnelleren Wech-sel hervorbringt, als die Strahlen der Sonne. Indem aber daswärmere Wasser der Sommerregen, oft noch erwärmt durch dieHitze des Bodens, mit dem Selineewasser des Winters gemischtherabsinkt, so erhält die Erdrinde etwa 20 bis 30 F. unter derOberfläche eine der mittleren des Ortes gleichkommende unver-änderliche Wärme, welche eben deswegen aus tieferen (Quellengefunden werden kann. Diese Unveränderlichkeit der Tempe-ratur fand man zuerst durch Beobachtungen im Keller unter derSternwarte in Paris , und Martine * 1 2 schrieb daher der Erdeeine eigene Wärme zu, unabhängig, von der durch die Son-nenstrahlen erzeugten. Ma ikan 2 war gleicher Meinung, undsuchte durch Versuche und Rechnungen zu beweisen , dafs vonden 1026° R. Wärme, welche in Paris in einem Sommer er-zeugt würden, 991°,98 von der Erde und nur 34,02 durch dieSonnenstrahlen hervorgebracht würden. J, Hunger 3 dagegenfolgerte aus der constanten, durch den Einflufs der nahen Ober-fläche modificirten Temperatur der Quellen auf Jamaica , dafsdie Temperatur der Erde im Ganzen das durch Wärmeleitungbedingte Mittel zwischen der im Sommer erzeugten .Hitze undder Kälte des Winters sey.
Wenn wir zuvor von' einzelnen örtlichen Ausnahmen ab-Strahiren, wodurch die mittlere Temperatur der verschiedenenOerter zuweilen modificirt wird, so lälst sich nach zahlreichenBeobachtungen allerdings die Behauptung aufstellen, dafs in
cdl. V. p. 18. ausführlich p. 72 ff. Con. des Temps. 1822. Bibi,uuiv. XII. 156. Journ. de Ph. XC. 403.
1 Medical and philosophical essays. 1740. 8. p. 319.
2 Me'm. de Par. 1719 und 1765.
S Phil. Traus. LXXVIH. 53.