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gröfste Kälte aber — 48°,5- {Selbst im Juni zeigte das Thermo-meter einmal — 2 P C. im August —5°,0, und blols im Julikam die Temperatur nicht unter 0°. Dennoch aber wird diesesnoch übertroilen durch das , was Fhanklis auf dem Festlandeerlebte, indem er unter 04° 30’ N. B, , also 1° 20* niedrigerals Tornep, und 112° W. L. von Greenwich — 49°,3 C. beob-achtete K l)afs in jenen Gegenden die mittlere Temperatur nicht=r 0 seyn könne, folglich auch die oben angegebene Formelnicht als allgemein gültig zu betrachten sey, ergiebt der Au-genschein 2 3 4 * 6 .
Man hat sich verschiedentlich Mühe gegeben, die Ursachendieser Ungleichheiten aufzufinden. Der Spanier Acost a 3 lei-tet die giöl’sere Kälte in America von dem Einllusse dej- Windeab, allein diese Hypothese verdient gar keine ernstliche Wider-legung. D’Auhuisson 4 und G. G. Schmidt® linden minde-stens einen Tlieil dieser grofsen Kälte in Sibirien und Nordame-rica aus der geringen Cultur des Bodens und den grofsen Wäl-dern erklärlioli, allein hiergegen streitet das Verhalten der Mee-resküsten, insbesondere seitdem es ausgemacht ist, dafs dasnördliche americanische Continent unter etwa 08° N. B. an dasMeer grenzt, v. Chamisso 6 sucht die gröfsere Wärme Nor-wegens aus den Strömungen der warmen Luft abzuleiten, wel-che von den Sandw’üsten Africa’s dorthin gelangen sollen. Die-ser Grund hat allerdings viel für sich, allein er erklärt geradedie specielle Erscheinung, nämlich die höhere Temperatur Nor-wegens nicht, theils weil vermöge der Axendrehung der Erde
1 S. G. LXXIII. 63.
2 Eia Ungenannter in Trans, of the^Royal Soc. of Edinb. 1820,vergl. Bibi. univ. XVII. ?59 giebt sich viele Muhe darznthun, dafs^die Formel T' =22° R. Cos. 2 lat., mit den Beobachtungen besserübereinstimmen als die von Kirwan oben angegebene, welcher 24° R.annimmt, und eine weitläufige Tabelle soll diesen Satz begründen.Allein die Widerlegung folgt aus dem im Texte gesagten von selbst.Leichter würde T. Maier’s Formel, T — m—n Sin. 1 lat. für höhereBreiten passend werden, wenn man n gröfser als m nähme, alleindann würde sie den niederen Breiten nicht angemessen seyn. Eine all-gemein passende Formel ist bei so grofsen Abweichungen unmöglich.
3 Erwähnt in v. Humboldt’s Reisen,
4 Geognosie. I. p. 433.
6 Naturlehre. S. 626.
6 Kotzebue’s Reise. III. 163,