Schneegrenze.
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diese Bestimmung in mittleren Breiten am meisten geeigneteMonat, weil der Schnee , welcher sich dann nocli vorfinde,der Einwirkung der Sommerhitze während ihrer ganzen Dauerzu trotzen vermöge.
Dal's dieses auch in solchen Höhen geschehen könne, wodie Lufttemperatur oft den Gefrierpunct übersteigt, ist darausleicht erklärlich, dafs die Sonnenstrahlen von den Schnee - undEislagen reflecfirt werden, die Luft aber vermöge ihrer geringenrelativen Wärme auf das Eis keinen bedeutenden Einilufs ha-ben kann.
6. Aus der Uebersicht dieser allerdings schätzbaren Zu-sammenstellung ergiebt es sich, wie mich dünkt, sehr klar, dafsdie Abweichungen von einer festen Hegel viel zu grofs sind,als dafs sich ein bestimmtes Gesetz darauf gründen liefse. In-zwischenhat Hallsthom mit vieler Mühe eine allgemeine For-mel aus allen angegebenen Beobachtungen entwickelt, mit Aus-nahme derjenigen, welche mit einem Sternchen (*) bezeichnetsind. Er nennt nämlich die Höhe der Schneegrenze A, und setztA = a -f- b Sin. lat. + c Sin. 2 lat.
Aus den Beobachtungen findet er mit Anwendung der Methodeder kleinsten Quadrate diebeständige Gröfse a = 2462,4Toisenund die Coefficienten b=293 und c= — 2501,8, so dafs sonachA = 2462,4 + 293 Sin. lat. — 2501,8 Sin. 2 lat.wird. Den wahrscheinlichen Fehler findet er dann =63,5, undhält diese Fehlergrenze noch für zu grofs. Wenn man indefsnicht selten Differenzen findet, welche mehr als 1000 F. betra-gen, so scheint die oben aufgestellte Behauptung, dafs ein all-gemeines Gesetz auf die bekannten Beobachtungen zu gründenunmöglich sey, völlig gerechtfertigt. HÄllsthom nimmt zu-gleich auf örtliche Einflüsse Rücksicht, und meint, dafs unterdieser Bedingung auch die im nördlichen America angestelltenBeobachtungen und die auf den Himlaya - Gebirgen mit der For-mel vereinbar wären. Nach Tob. Mayek hat man anaenom-men, die Schneegrenze berühre den Nordpol . Gay-LÜssac 1bemerkt mit Recht, dafs die neuesten Beobachtungen , nament-lich von Scouesby, gezeigt hätten, dafs diese Annahme unzu-lässig sey, Hallsthom aber meint, dafs seine Formel, wonachdie Schneegrenze 253,6 Toisen über den Fol erhaben seyn
1 Ann. Ch. Pli. XXVII. 435.
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