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Dritter Band. E.
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Sch aeegrenze.

\ve£;en örtlicher Einflüsse kein allgemeines Gesetz aufzufindensey. Nach dieser Formel würde übrigens die Schneegrenzevom Pole olmgefähr eben so weit abstehen, als nach Hall-sthöm’s oben angegebener, weil sie die mittlere Temperatur amPole = 0 annimmt.

Obgleich also hiernach keine allgemeine Construction derSchneegrenze möglich ist, so habe ich doch zur Versinnlichung...•diejenigen drei durch punctirte Linien angegeben, welche bis-181her erwähnt sind, nämlich diejenige, welche nach der allge-meinsten Gröfse der Erdwärme in 70" N. B. einschneidet, die-jenige , welche etwa liir den Meridian von Paris gehört, wennman annimmt, dafs sie in §0“ N. B. einschneidet, und dieje-nige, welche Hallstrom’s Formel entspricht.

7. Die auffallendsten Abweichungen von einer regelmä-fsigen Höhe der Schneegrenze bieten die Beobachtungen im Kau-kasus und noch weit mehr die auf den Ilimlaya-Gebirgen dar,und sie eignen sich allerdings zu einer besonderen näheren Er-örterung. Dort fanden nämlich Engelhardt und 1’arrot aufdem Ivasbeck die Höhe derselben 9SS4 F., also 1500 bis 1800 F.höher, als sie unter gleichen Breiten in den Alpen und Pyre-näen gefunden wird. Dieses ist allerdings viel; allein wennman fragt, ob die Höhenbestimnuingen in den Pyrenäen auchhinlänglich genau sind, insbesondere aber wenn man sie mitder durch v. \ Velden am Mont Bosa beobachteten Höhe derSchneegrenze vou 9500 F. vergleicht, so hört der Unterschiedauf sehr beträchtlich zu seyn, und läfst sich aus den Luftströ-mungen von den ausgedehnten Hochebenen Asiens ohne grofseSchwierigkeit erklären. Weit weniger leicht ist dieses der F’allbei den Abweichungen in den Ilimlaya - Gebirgen , welche v.Humboldt deswegen zum Gegenstände einer ausführlichen Un-tersuchung gemacht hat 1 . Das Merkwürdige der Sache findetdieser Gelehrte nicht blofs in der gröfseren Höhe der Schnee-grenze überhaupt, sondern hauptsächlich auch darin, dnfs dieNordseite der dortigen Gebirgsmasse ungleich wärmer ist , alsdie Südseite. Webb fand zwischen 30° 2'i und 31° 15* N. B. imSommer gute Weiden und lebhafte Vegetation auf der Notd-seite des Himlaya in 14004 F. und an der Südseite in 119801*'*Höhe. Die letztere weicht wenig von der llegel ab, denn die

1 Ann. Chim. et Ph. XIV. 1 ff.