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Dritter Band. E.
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Erde.

kette, welche zwar nicht die grolste Ausdehnung, wohl aberdie höchsten Bergspitzen auf der ganzen Erde hat, ist das Ilim-laya - Gebirge , welches mit dem Imaus fast parallel lauft, unddurch die Flüsse Indus undTsampu davon getrennt wird. Seineöstliche Spitze bildet das Kambala, die westliche das KantaischeGebirge, einen Hnuptzvveig aber sendet es in vielen Kriimmun-cen südlich, welcher mit dem Yihd - Huan in Ilindonstan und

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dem Gautsch an der Malabarischen Küste Zusammenhangt. Dasriesenhafte Cebirge giebt unter andern den Riesenströmen Gan-ges und Buramputr ihren Ursprung * 1 .

Africa ist uns noch zu wenig bekannt, als dafs wir seineGebirgszüge genau kennen könnten. Etwas näher kennt mandie Mondsgebirge unter 10° N. B., von welchen mehrere Aestenach den verschiedensten Seiten sich hin erstrecken. Eine an-dere, gleichfalls unter 10° N. B. von Ost nach West laufendeGebirgskette will Mungo-Park , gesehen haben, und neuereReisende bestätigen dieses. An der südlichen Spitze dieses Welt-theils, nahe bei der Cap-Stadt fängt eine von der Küste ausnördlich laufende Bergkette an, welche mehrere Zweige in dasInnere des Landes sendet. Die Insel Madagascar wird derLänge nach durch das Ambohitsmene oder Vohitsanghombe (oderdas rotlie) Gebirge durchschnitten. Am bekanntesten endlichist das im nordwestlichen Theile von Osten nach Westen hin-laufende Atlas - Gebirge , welches in seinen Ilauptpuncten Lo-wat und Nefusa genannt verschiedene Zweige aussendet.

1 Interessante Nachrichten über jene Gegenden enthält die vonRitter benutzte: Elphinstone’s Geschichte der englischen Gesandt-schaft an den Hof von Kabul ; üb. v. Rühs in Neue Bibi. d. Reis.B. IX. Weim. 1817. Man ersieht daraus, dafs die unübersteigliclienBerge und die nachher zn erwähnenden Sandwüsten einzelnen Reisen-den das Vordringen nach Indien höchst gefährlich, ganzen Corps, ge-schweige denn Armeen durchaus unmöglich machen. Man sieht vonAfghanistan aus 4 Reihen Berge von unglaublicher Höhe, deren höch-ste Spitzen in mehr als 100 engl. Meilen sichtbar sind. Bei heiterem

I Himmel gewähren ihre gleichsam durchscheinend sich zeigenden Spiz-zen einen imposanten Anblick. Die. dazn gehörige Paropamisus-Kette ist S50 engl. Meilen von Osten nach Westen und 200 c. M. vonNorden nach Süden ausgedehnt, für Reisende fast unzugänglich, wirdaber von den Eimakern und Hasarern bewohnt. Ueber die llimlaya-Gebirge vergl. G. Govan in Edinh. Journ. of Sc. III. 17. IV. 277.Ueber den Zusammenhang der Bergo in Asien vergl. v. Humboldt inAnn. Ch. Ph. IIJ. 237.