Band 
[Fünfzehnter Band.]
Seite
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tz2 Geschichte der »eueren Zeit.

nämlich sah, daß die englischen Republikaner und die in Londonanwesenden schottischen Commissäre, welche einen Vergleich zuStande bringen sollten, absichtlich nicht zum Schlüsse kamen, sobeschloß er die Unterhandlungen mit seinen Schotten selbst zu über-nehmen und diesen Alles zuzugestehen, damit ihre Truppen denenglischen Boden verlassen müßten, und dann auch das englischeHeer nach Hause geschickt werden könne. Er reiste also am 10.August nach Schottland ab, wo er dann bis gegen den Schluß desNovember blieb. Das Parlament nahm von diesem Schritte des KönigsAnlaß, die Regierungsgewalt einem Parlaments-Ausschusse zu über-geben und den König unter die Aufsicht Pym'ö und seiner Genossen zustellen. Es wurde nämlich zuerst, als man endlich, um der Schottenentledigt zu sein, den Friedensabschluß mit ihnen sehr übereilt hatte,das englische Heer dadurch beruhigt, daß man ihm den rückständigenSold auf die Zeit der Rückkehr des Königs aus Schottland ver-sprach. Außerdem gab man aber auch dem Könige auf seinerReise zwei Lordö und vier Mitglieder des Unterhauses zur Seite,die ihn beobachten und an den Außschuß der beiden Häuser, welcher,während das Parlament Ferien hatte, die Verwaltung des Reichesführte, Berichte senden sollten. Der Graf von Esser ward aufVerlangen der beiden Häuser zum General-Stellvertreter des Kö-nigs im Lande diesseit des Trent-Fluffes ernannt. Auch ließ dasParlament eine besondere Garde für sich aufstellen. Anfangs hatteman die Absicht gehabt, während der Abwesenheit des Königs dieSitzungen beider Häuser fortzusetzen und durch den König einenBevollmächtigten bestellen zu lassen, welcher im Namen desselben denGesetzen die nöthige Zustimmung ertheile; die Juristen hatten aberbewiesen, daß solche Gesetze ungültig sein würden. Clarendon sagtaußerdem, es wären nach des Königs Abreise nur hundert Pairsund zwanzig Mitglieder des Unterhauses zurückgeblieben. Dieseverminderten sich sogar alsbald noch mehr, so daß man schon am9. September rathsam fand, die Plenar-Sitzungen bis zum 20. Ok-tober zu vertagen und einen Ausschuß jedes Hauses zu bestellen,welcher wöchentlich zwei Sitzungen halten und über Staatssachenberathen sollte. Dies nennt Clarendon mit Recht einen unerhörtrevolutionären Schritt (irrexulgrl^, bor tlle lilee llnck never beenprrwtmeä dekvrv). In jenem Ausschüsse hatte Ppm, bei denen aber,