England. Krieg zwischen Karl I. u. dem Paria.»>«t
gebracht wurde. Dort ward ein neues Heer auf Kosten des Par-laments ausgerüstet.
Daß jetzt Esser und seine Presbyterianer, welche Cromwell schonvorher bei einer gelegentlichen Reise nach London, wiewohl verge-bens, als verdächtig im Parlamente angeklagt hatte, der revolutio-nären Partei nachstehen mußten, war unvermeidlich. Doch geschah, dies nicht sogleich. Die Truppen, welche das Parlament aufs neue§ aufstellen ließ, bestanden aus drei Heeren, von denen das eine durchs Esser, das andere durch Manchester, das dritte durch Waller com-! mandirt wurde. Sie unternahmen in den Monaten September bis! December nichts, was hier erwähnt zu werden verdiente; denn diei genannten Generale suchten als Presbyterianer die Entscheidung eheri zu verzögern, als herbeizuführen. Der König seinerseits, dem es! an Geld fehlte, wünschte eine Entscheidung im Felde, was man ihmi später zum Verbrechen machte. Er ernannte, weil er eigensinnigwar, seinen Neffen Ruprecht ungeachtet aller der Fehler, welchedieser gemacht hatte, zum Ober-Befehlshaber seines Heeres. AufSeiten seiner G gner gelang es endlich den Jndependenten, sich desHeeres zu bemächtigen. Diese fanatischen Schwärmer, welche beijedem Frevel die Bibel im Munde führten, bewirkten nämlich einenParlaments-Beschluß, nach welchem künftig niemand zugleich imParlamente sitzen und eine Officier-Stelle sollte bekleiden dürfen, weiles, wie man heuchelnd sagte, unrecht sei, daß dieselben Leute immeram Ruder blieben und zugleich Staalsämter und Officicrs - Stellenbesäßen. Außer diesem Beschlusse, welcher nothwendiger Weise allenGemäßigten verderblich werden mußte, wurde noch verordnet, daßdas Heer ganz neu organisirt werden sollte. Da Cromwell undBaue, welche dies Alles betrieben und durchsetzten, im Parlamentgroßen Einfluß hatten, und der Erstere durch seinen Einfluß auf denguten und schwachen Fairfar auch das Heer in seiner Gewalt hatte,so war vorauszusehen, daß die Stellen der abtretenden Officieremit Jndependenten würden besetzt werden.
Dieser wichtige Schritt brachte die Verwaltung des Heeres unddes Staates in die Hände der Jndependenten. Zu der Zeit, alsman ihn zu thun beschloß, standen Oliver Cromwell und der Grafvon Manchester, welchen die revolutionäre Partei dem Grafen Esserentgegengesetzt hatte, einander schon feindselig gegenüber, weil Beide