Band 
[Fünfzehnter Band.]
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Geschichte der neueren Zeit.

lich behandelt und nicht nur seine Kinder, sondern sogar auch denHerzog von Ormond, den vom Continent zurückgekehrten Ashburnhamund andere Männer von gleicher Gesinnung zu ihm gelassen. Vonjetzt an verfuhr man aber ganz anders gegen ihn, und die höherenOfficiere, welche ihn vorher im Hamptoncourt oft besucht hatten,thaten dies nicht mehr. Seine Weigerung, den Covenant zu unter-schreiben, hatte endlich auch zur Folge, daß Fairfar dem Heere befahl,am 6. August in London einzurücken, um eine militärische Erecution ^gegen die Bürger dieser Stadt und gegen das Parlament vorzunehmen.

In London waren, seitdem das Heer sich ganz offen feindlich -gegen das Parlament erklärt hatte, die elf von den Truppen an-geklagten Mitglieder des Parlaments wieder einberufen worden; derAusschuß, welcher vorher das Commando über die Londoner Miliz !gehabt hatte, stand wieder an der Spitze; und der König war ein- !geladen worden, nach Westminster zu kommen. Außerdem war durch ,Subscription Geld herbeigeschafft worden, und es hieß, die Stadthabe schon zehntausend Mann unter den Waffen und sei vollständigmit Munition versehen. Als jedoch das Heer am 5. August heran-nahte und am folgenden Tage in die Stadt einrückte, dachte keiner ,von den Spießbürgern daran, es mit den geübten und abgehärtetenVeteranen, welche von einem ausgezeichneten General angeführtwurden, aufzunehmen. Schon am 5. August fraternisirte die Milizvon Southwark mit dem heranziehenden Heere, und am 6. rückteFairfar mit seinen Truppen, ohne den mindesten Widerstand zu fin-den, in die Stadt ein. Er ließ sogleich den Saal in Westminsterdurch zwei Regimenter besetzen, und führte, umgeben von seinenGarden, die zum Heere geflüchteten Parlaments-Glieder, welche ineiner Reihe von Karossen saßen, mit großem Gepränge in dasParlament zurück. Er selbst geleitete die Sprecher der beiden Häuserzu ihren Sitzen. Die elf vom Heere geächteten Männer ergriffendie Flucht. Im Oberhause wagte nur Ein Mitglied, der Graf vonPembroke, zu erscheinen, und dieser war feige genug zu erklären,daß er Alles, was in der Abwesenheit der geflüchteten Mitgliederbeschlossen worden sei, für ungültig und nichtig halte. Dies wurdenachher als Beschluß des Oberhauses an das Unterhaus gebracht.Das Letztere lehnte muthig dreimal hintereinander seine Einwilligungab, und verstand sich erst am 20. August gezwungen dazu.