Band 
[Fünfzehnter Band.]
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England. Letzte Zeit Karl's I.

Hurst weggeführt und in den Palast von Windsor gebracht, wo erzwar von den Soldaten, welche ihn zu bedienen hatten, mit Anstandbehandelt, das ganze königliche Ceremonie! aber, das man bisherbeobachtet hatte, unterlassen wurde. Am 23. December faßte dasUnterhaus den Beschluß, daß dem Könige der Proceß gemachtwerden solle. Hiermit war seine Ermordung beschlossen, welcheFormen und Formeln man auch wählen mochte, diese als eineHandlung der Gerechtigkeit darzustellen. Wir eilen daher auch überalle Schritte, welche noch ferner geschahen, hinweg. Übrigens wardder König nur von Wenigen bedauert, weil er zwar viele guteEigenschaften besaß, aber durchaus keinen achtnngswürdigen Charakterhatte. Er hielt von der Kirche und ihrer Pracht sehr viel, von Re-ligion, Wahrheit und Recht sehr wenig. Das Parlament setzte andemselben Tage, an welchem es beschlossen hatte, den König vorGericht zu stellen, einen Ausschuß ein, welcher die Art und Weisedes Verfahrens gegen ihn bestimmen sollte. Dieser Ausschuß gabein Verfahren an, durch welches ein Theil der Schuld des König-mordes vom Parlamente auf eine Anzahl angesehener Männer, dienicht zu ihm gehörten, gewälzt werden sollte. Am 1. Januar 1649erklärte das Unterhaus, der gegenwärtige König von England habesich des Hochverrathes dadurch schuldig gemacht, daß er mit seinemParlamente und mit der bestehenden Regierung von England Kriegangefangen habe. Dieser Beschluß (vote deelsrutory ok tl>e tun)wurde zwar am folgenden Tage von den wenigen noch übrigen Pairseinstimmig verworfen; das Oberhaus hatte aber bereits so sehr alleBedeutung verloren, daß das Unterhaus nicht blos seinen Beschlußaufs neue bestätigte, sondern auch die Erklärung erließ, das Volksei die einzige Quelle aller gerechten Gewalt, und da von diesemnur die Mitglieder des Unterhauses gewählt seien, so habe Alles,was vom Unterhause ausgehe, auch ohne Oberhaus und ohne KönigKraft und Geltung. Zu Richtern des Königs wurden als hoheCommission hundertfünfzig Männer bestellt, welche aus den Pairs,deren Zahl damals nur noch zwölf betrug, aus den zwölf Richternvon England, aus den Baronets und aus den Mitgliedern desUnterhauses und des Londoner Magistrats gewählt wurden. Abersowohl die Pairs, deren Bedeutung im Staate von dieser Zeit anganz aufhörte, als auch viele andere Erwählte weigerten sich, in dem