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Geschichte der neueren Zeit.
Tausenden von Irländern, anstatt sie zu morden, die Auswanderungin fremde Länder erleichtert habe, oder sie zu Soldaten habe aus-hebert und fortschleppen lassen.
Cromwell hatte die Provinzen Munster und Leinster ganz unter-worfen. Sein Stellvertreter und Nachfolger, Jreton, hatte dessen-ungeachtet, so lauge Ormond noch im Lande war, einen schwerenKampf mit den Eingeborenen zu bestehen. Ormond wurde aberdurch die Kabalen der katholischen Priester und durch die roheNatur der Jrländer genöthigt, zur Zeit der Schlacht bei Worcesterdas ihm von Karl II. übertragene Amt niederzulegen und nach Frank-reich zu gehen, wo er dann mit dem Könige zusammentraf. NachOrmond's Entfernung stand der Unterwerfung der noch übrigenProvinzen unter Jreton nichts mehr entgegen, obgleich die Rvhheitder Jrländer nicht gestattete, auf bleibende Ruhe zu rechnen. Jretonstarb schon am 25. November 1651. Damals war Cromwell be-reits Herr von England, Irland und Schottland. Von Englandwerden wir sogleich das Nähere melden; in Schottland war Monk,der sich gegen Cromwell, nicht aber gegen das englische Parlamentgehorsam zeigte, unbedingter Gebieter; in Irland ward zuerstLambert, dann Fleetwood, welcher Jreton's Wittwe heirathete,Cromwell's Stellvertreter.
2. England unter Cromwell's Leitung bis zur Auf-lösung des langen Parlaments im April 1653.
Zu der Zeit, als die Schotten und Jrländer mit blutiger Ge-walt niedergedrückt wurden, dachte Cromwell schon daran, sich aufirgend eine Weise einen Rechtstitel zur Königswürde zu verschaffen.Dies zeigte er in einer Versammlung von Officieren und Parla-ments-Mitgliedern, die er im November 1651 zu London im Hausedes Sprechers hielt, um sich ein Gutachten darüber geben zu lassen,ob England künftig republikanisch oder monarchisch regiert werdensolle. Die Militärs in der Versammlung stimmten insgesammt fürdie Republik, die Juristen und Cromwell selbst für die Monarchie.Als hierauf die Rede davon war, wer denn König werden solle,nannte Cromwell nur die drei Söhne Karl's I., Karl II., denHerzog Jakob von Aork und den Herzog von Glocester, weil unterden obwaltenden Umständen keiner von diesen wählbar sein konnte