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Geschichte der neueren Zeit.
Man wunderte sich daher blos darüber, daß die Generalstaaten,wenn sie so tumultuarisch hatten verfahren wollen, wie sie nach denBeschlüssen der Synode thaten, wenigstens nicht eine so bedeutendeSumme sparten. Mit den verdammten remonstrantischen Lehrernund Predigern ward auf eine solche Weise verfahren, daß ihr ganzerzahlreicher Anhang von jener Zeit an gegen das Haus Oranien undseine Creaturen, welche damals in den Generalstaaten und in allenobrigkeitlichen Ämtern die Mehrzahl bildeten, einen Haß faßten,der sich auf ihre Enkel vererbte. Man legte ihnen eine Schrift, dieActe des Ruhestandes betitelt, vor, deren Unterzeichnung sie ver-pflichtete, sich des Lehrens zu enthalten, wogegen für ihren Unterhaltgesorgt werden sollte. Alle bis auf einen einzigen verweigerten mitgroßein Unwillen ihre Unterschrift. Sie wurden dafür verbannt undaus dem Lande gebracht. Nur einige wenige von ihnen bereutenspäter diesen Schritt, und unterschrieben nachträglich die Acte desRuhestandes.
3. Die Zeit vom Dordrechter Concilium an bis zumwestpchälischen, Frieden.
Da die Magistrate in allen Städten geändert und die Anhängerdes Prinzen-Statthalters in allen Provinzen aus Ruder gebrachtworden waren, so fürchtete man, Moritz möchte immer weitergehen;dazu war er jedoch zu klug. Er sah ein, daß er eine zu heftigeGegen-Partei habe, und daß besonders in Holland die mittlerenStände ihm grollten; er hielt daher für besser, aufs neue den Kriegzu suchen und sich durch denselben unentbehrlich zu machen. Erkonnte in dieser Hinsicht seinen Willen leicht durchsetzen, weil allediejenigen, welche seine Gegner waren und auf dem Frieden bestan-den, alle, welche nicht blos der Vermehrung, sondern auch der An-wendung der Landmacht abgeneigt waren, ihren Einfluß verlorenhatten. Vielleicht erkannte auch Moritz aus den vielen kleinerenUnruhen, die er seinen sehr beschwerlichen Freunden, den Contra-Remonstranten, zu Gefallen bald hie, bald da mit Gewalt dämpfenmußte, daß die Zeit, sich in einer Republik zum souveränen Herrnauszuwerfen, für ihn noch nicht gekommen sei. Er fand jedoch schon zurZeit der Dordrechter Synode Gelegenheit, sich unentbehrlich zu ma-