Band 
[Fünfzehnter Band.]
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Geschichte der neuere» Zeit.

sollte, und zwar nicht in London, sondern in Oxford. Der Herzo'gvon Dort wurde damals von allen Seiten her bestürmt, demToben gegen seine Person und gegen die Katholiken dadurch einEnde zu machen, daß er die vom Gesetze geforderten Eide schwöre;dies erlaubte ihm jedoch sein enges Gewissen nicht. Er blieb daherder Stein des Anstoßes. Sein Bruder, der König, erwartete mitRecht auch von dem nach Oxford berufenen neuen Parlament nichtsGutes; er sah sich daher in der Überzeugung, daß 'er dasselbeebenfalls werde auflösen müssen, nach anderen Geldquellen um.Er wandte sich wieder an Ludwig XIV. von Frankreich, unddieser benutzte die; dargebotene Gelegenheit, um den englischenKönig nach ;und (nach vom Bunde mit Spanien abzuziehen. ImMärz 1681, an demselben Tage, an welchem Karl sich^nach Oxfordbegab, wurde ein geheimer Vertrag geschlossen^, in welchem Lud-wig XIV. dem Könrge von England zwei Millionen Livres für daslaufende Jahr und eine halbe Million Kronen für die beiden fol-genden zu zahlen versprach, und dagegen dieser sich verpflichtete, dasspanische Reich dem Schicksale zu überlassen, welches Ludwig ihmdamals bereitete. Übrigens wurde dieser Vertrag blos mündlichgeschlossen. Auch wurden von den beiden Königen nur die beidenMinister Hpdp und Barijllon in das Geheimniß desselben ein-geweiht. Die Aussicht aus französische Subsidien machte den Königfähig, in dem Parlament zu Oxford dreist den Whigs entgegenzu-treten, welche noch immer die Mehrzahl der Stimmen hatten. Erbot jedoch denselben vorher ein Auskunftsmittel an, welches darinbestand, daß bei seinem Tode der Herzog von Dort, ohne deshalbden Königs-Titel zu verlieren, verbannt und die Regierung indessen Namen von seiner älteren Tochter, der Gemahlin Wil-helm's III., und dann von deren Schwester Anna geführt werdensolle. Die Versammlung war blind genug, auch noch nach diesemVorschlage auf der unbedingten Ausschließung des Herzogs von derNachfolge zu bestehen. Karl entschloß sich daher, auch dieses Par-lament, welches ganz einem polnischen Reichstage glich, aufzulösen,nachdem es nur acht Tage versammelt gewesen war. Ohne etwasvon seinem Vorhaben merken zu lassen, führte er dieses am 27.März ganz unerwartet aus. Er begab sich in einer Sänfte, dereine zweite mit dem königlichen Ornat folgte, in das Oberhaus,