Band 
[Fünfzehnter Band.]
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England. Jakob II. in der erste» Zeit. g25

Schrecken auf dem Reiche ruhte, aus royalistischen Mitgliedern.Als daher die Rede von dem Budget, und besonders von den demKönige persönlich zu gewährenden Summen die Rede war, erhieltder sparsame König mehr, als er gefordert und sein Bruder inden letzten Zähren je erhalten hatte. Aus Wein, Essig und Zuckerwurde für fünf Jahre, aus fremde Leinwand für neun Jahre eineerhöhte Steuer gelegt. Auch als im Juni der Herzog vonMonmouth, welcher nach seinem Besuche bei Karl in den Haagzurückgekehrt war, zur höchst ungelegenen Zeit an der Küste vonDorsetshire erschien, um seine eingebildeten Rechte mit Waffengewaltgeltend zu machen, zeigte das Parlament vielen Eifer für denKönig. Es gewährte diesem nicht allein viermalhunderttausendPfund, sondern es erklärte auch den Herzog für einen Hochverrärher,setzte einen Preis auf seinen Kopf, und traf besondere Verfügungenzur Sicherheit der Person des Königs.

Der Aufstandsversuch, welchen Monmouth zu gleicher Zeit miteiner in Schottland ausbrcchenden Empörung machte, ging von denFlüchtlingen aus, die sich theils in Folge der vielen Conspirationenunter Karl II., theils wegen der furchtbaren, ganz willkürlichenStrafen, mit welchen in der letzten Zeit alle Freigesinnten bedrohtwurden, aus England gerettet hatten. Alle Provinzen der Nieder-lande wimmelten damals von englischen Emigranten, welche schonunter Karl II. die Stadt Rotterdam zu ihrem Sammelplätze gemachthatten. Sie glaubten steif und fest an alle die Lügen, welche TitusOates, Bedloe und Consorten dem englischen Parlament verkauften,und haßten die Papisten tödtlich. Als Karl gestorben war, lebtensie der festen Überzeugung, sie dürften nur bewaffnet in Englanderscheinen, um mit offenen Armen aufgenommen zu werden unddie Papisten aus dem Lande treiben zu können. Die Schottenunter ihnen wandten sich an den Herzog von Argyle, welcherseit dem Mislingen seiner Unternehmungen in Schottlaud zu Loe-waarden ganz zurückgezogen lebte. Die Engländer dagegen batenden Herzog von Monmouth, sich an ihre Spitze zu stellen.Argyle bedachte sich längere Zeit, ob er dem Rufe der Emigrantenfolgen solle. Auch Monmouth, der im Haag vom Prinzen Wilhelmund dessen Gemahlin mit großer Aufmerksamkeit behandelt wordenwar und dort im höchsten Glänze gelebt hatte, würde abgelehnt