Band 
[Achtzehnter und neunzehnter Band.]
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I. Gang -er Ereignisse vorn Mneviller Frieden anbis zum Frieden von Preßbrrrg und feinen nächsten

Folgen.

1. Rußland in Verbindung mit Frankreich und Verhält-niß des letzteren Staates zu Spanien und Portugal.

Äor dem Abschlüsse des Lüneviller Friedens war es dem ConsulBonaparte endlich gelungen, den russischen Kaiser zu sich herüber-zuziehen. Kaiser Paul war seit dem Jahre 1799 sehr erbittertüber die Aristokraten in England und Östreich, weil diese ihn fürihre selbstsüchtigen Zwecke hatten misbrauchen wollen. Er brachzuerst mit den Östreichern, und verwies, als diese ihre Vergröße-rungsplane in Italien nicht aufgaben, ihren Gesandten, LudwigCobenzl, aus Rußland. Unterdessen hatten Bonaparte und seineerfahrenen Geschäftsleute angefangen, die Schwächen des russischenKaisers zu benutzen und ihm auf eine solche Weise zu schmeicheln,daß dadurch eine Verbindung zwischen Frankreich und Rußland ein-geleitet ward. Sie erreichten ihren Zweck um so leichter, da Paulselbst bei seinem ritterlichen und unbedingt autokratischen Wesen sichzu einem Manne wie Bonaparte hingezogen fühlen mußte.

Der Letztere ließ zuerst sechs- bis siebentausend russische Ge-fangene, welche England und Östreich nicht gegen gefangene Fran-zosen hatten austauschen wollen, neu gekleidet und mit ihren Waffenversehen nach Rußland zurückkehren, und schrieb bei dieser Gelegen-heit an Paul einen für ihn und das russische Heer sehr schmeichel-haften Brief. Er machte ferner dem Kaiser das Anerbieten, dieSchlossersWeltgesch.f.d.d.V. xvm. 1*