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Geschichte der neueren Zeit.
unter einander, daß den französischen Truppen der gegenseitige Ver-kehr abgeschnitten und jede Bewegung erschwert werden konnte.Von diesen Guerillas - Führern machten sich in den letzten Jahrendes Krieges besonders Mina, Ballesteros, Marquisito,O'Donnel, Merino, Don Julian Sanchez, Barond'Eroles, Morillo und Empecinado furchtbar.
Alles hing auch im Jahre 1810 von dem Kriege in Portugalab. Massen« bahnte sich den Weg in dieses Land durch die am11. Juli erfolgte Einnahme von Ciudad Nodrigo. Nachdem hieraufam 27. August auch das feste Almeidä gefallen war, marschirte erauf Coimbra los. Er unternahm, um dahin durchzudringen, zuersteinen Sturm auf die von Wellington besetzte steile Anhöhe desKlosters Buzaco, wurde aber mit einem Verluste, den die Franzosenselbst auf fünftausend Mann angeben, zurückgeschlagen. Zu seinemGlücke zeigte ihm nachher ein Bauer einen Gebirgsweg, aus welchemer die Engländer umgehen konnte. Wellington mußte sich in Folgedavon gegen Lissabon hin zurückziehen, dessen weite Umgegend durchdie aus einer dreifachen Reihe von Schanzen bestehenden Linienvon Torr es Vedras auf eine solche Weise gedeckt war, daß dieFranzosen unmöglich durchdringen konnten. Eine andere unüber-windliche Schwierigkeit hatten die Engländer ihren Gegnern dadurchbereitet, daß die ganze Provinz Beira, durch welche diese ziehenmußten, in eine Einöde umgewandelt, und nicht nur alles Vieh undalle Vorräthe, sondern sogar auch die Einwohner in die gedachtenFestungs-Linien gebracht worden waren. Die Franzosen waren umso übler daran, da Massen« die zum Unterhalte seiner Truppen be-stimmten Summen größtentheils in seine Tasche steckte. Außerdemwurden sie aber auch noch durch englisch-portugiesische Truppen, diesich unter Tränt, Miller und Wilson in ihren Rücken geworfenhatten, von der Verbindung mit Almeida abgeschnitten. Freilichhatten auch ihre Gegner unsäglichen Jammer zu erdulden. Vonden armen Portugiesen, welche in und um Lissabon zusammenge-drängt waren, kamen viele Tausende durch Hunger und Elend um,und sogar für die Soldaten konnte Wellington trotz aller Fürsorge,die er traf, nicht die nöthigen Lebensmittel herbeischaffen. Es starbendaher während der Zeit, welche das verbündete Heer hinter denLinien von Torres Vedras zubrachte, blos von den portugiesischen