Band 
[Achtzehnter und neunzehnter Band.]
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Deutschland. Rückzug Napoleon's 1813.

einige wenige Plätze besetzt, und die Einwohner riefen den Sohnihres ehemaligen Erbstatthalters, Wilhelm VI,, zu ihrem Herrscheraus. In Holstein wurden die Dänen zurückgetrieben und am 15. De-cember zu einem Waffenstillstände genöthigt. Diesem folgte am14. Januar 1814 ein zu Kiel geschlossener Friedensvertrag, in wel-chem die Dänen Norwegen an Schweden abtreten und sich zur Theil-nahme am Kampfe der Alliirten verpflichten mußten. Das König-reich Westphalen ward am 26. Oktober von Hieronymus fürimmer verlassen. Schon am 30. Oktober kehrte der Kurprinz vonHessen, im November der Kurfürst selbst nach Kassel zurück. Am4. November nahm der Herzog von Cumberland auch Han-nover für seinen Vater, den englischen König Georg III., in Besitz.Nach Oldenburg kam der vertriebene Herzog am 27. November ausRußland zurück. In Braunschweig erschien der legitime Landesherr,Wilhelm von Braunschweig-Äls, erst am 23. December.Die zum Rheinbünde gehörenden Regenten der älteren Fürstenhäuserfielen, außer dem gefangenen sächsischen Könige und den Fürsten vonJsenburg und von der Leyen, bis zum 1. December insgesammt vonNapoleon ab, und schloffen ihre Verträge mit den Alliirten.

In den Festungen und befestigten Städten Dcutschland's undPolen's hatte Napoleon, als die Trümmer seines Heeres über denRhein zurückgingen, noch mehr als hunderttausend Mann Soldatenstehen. Von diesen capitulirte die fünfunddreißigtausend Mann starkeBesatzung von Dresden, deren Anführer St. Cyr war, schon am11. November. Ihrem Beispiele folgten bis zum Ende des Jahresdie Besatzungen von Stettin, Danzig, Zamoök, Modlin und Torgau.Erst im Januar 1814 fielen Wittenberg und Glogau, im MärzKüstrin, im Mai die Citadellen von Erfurt und Würzburg. Erstnach dem am 30., Mai 1814 erfolgten Abschlüsse des Friedensmit Frankreich übergab Davoust, der sich seit der Schlachtbei Großbeeren hinter der Stecknitz hatte halten müssen, die StadtHamburg (31. Mai). Die Räumung von Magdeburg erfolgte so-gar erst vier Wochen später. Übrigens gewährte man keiner derfranzösischen Besatzungen, welche capitulirten, den freien Abzug; siemußten vielmehr, nach einem von den alliirten Monarchen erlassenenBefehle, alle die Verpflichtung eingehen, nicht mehr gegen die Ver-bündeten zu dienen. Man wandte das Gebot der Monarchen sogar

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