Beschaffenheit
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Oefter sind dagegen unorganische Substanzen im Kerne der Ha-gelkörner gefunden. Bei dem erwähnten grofsen Hagelwetterin Flandern z. B. enthielten einige Hagelstücke eine dunkelbrau-ne Substanz 1 . Im Jahre 1755 beim Toben des Katlegiaa fielHagel, wovon jedes Korn einen Theil Sand oder vulcanischeAsche einschlofs 2 , und im Jahre 1721 fiel in Irland Hagel miteinem eingeschlossenen metallischen Korne 3 4 . ln diesen undähnlichen Fällen scheint die Substanz ohne Zweifel vulcanischenUrsprungs gewesen zu seyn , da ohnehin die Ausbrüche der Vul-cane auf Island sehr häufig von Hagel begleitet zu seyn pflegen,liäthselhafter sind die Oktaeder von etwa 3 Lin. Seite und fast1 Lin. Höhe, welche nach EvEttsstANif in den am 15. Aug.1824 zu Sterlitamansk im Orenburgschen Departement gefalle-nen Hagelkörnern eingeschlossen waren*, den goldhaltigenSchwefelkieswürfeln von Beresowsky glichen, und für Meteor-steine gehalten wurden. Weniger gewils, und daher auchminder leicht erklärbar, ist die Nachricht, welche Quatbemkhe ?aus Machizi mittheilt, wonach im Jahre 723 der Hedschra,oder nach Gilbeht am 9* Jan. 1323 in der Provinz Mortahiaund Dakhaliah Hagel von etwa 1 Pf. schwer und zugleich Stei-ne von 7 bis 30Pf. gefallen seyn, und viele Ortschaften zerstört,auch eine Menge Rindvieh und Schafe erschlagen haben sollen,
B. Bildung und Herabfallen des Hagels.
7. Die kleinern Arten der Hagels die sogenannten Grau-peln , gehören hauptsächlich dem Frühlinge an. Sobald näm-lich nach dem Wegschmelzen des Winterschnees , dieses gesche-he früh oder spät, und der Wiederkehr einer mildern Frühlings-temperatur die Wärme steigt, und die Feuchtigkeit nebst def
1 Phil. Trans. Nro. 203. p. 858.
2 Reise nach Island auf Befehl Sr, Däu. Majestät. A. d. Fr.von Gacthier de la Peyronie IV. 266.
3 Bibi. univ. 1821. Spt. G. LXXII. 436. Worlastoji wollte keinEisen in der Substanz finden, Pictet erkannte sie deutlich für Schwe-felkies, Gilbert bezweifelt die ganze Sache, jedoch gewifs mit Un-recht.
4 G. LXXVI. 340.6 Ebend. L 299.