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[Fünfter Band. H - K.]
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Hagel,

gungen liegen übrigens die sämmtlichen Elemente zur Erklärungder so oft untersuchten furchtbaren Naturerscheinung, wie diefolgenden Betrachtungen naher nachweisen werden. Die soaufsteigenden Luftmassen müssen durch ihre Ausdehnung bei

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vermindertem Drucke von ihrer Temperatur allerdings verlieren,allein ihre Warme bleibt allezeit gröfser, als die der umgeben-den Luftmassen. Was vorerst den enthaltenen Wasserdampfbetrifft, so sind die Gesetze seines Verhaltens zur Erzeugungder bekannten atmosphärischen Processe sehr geeignet. Zuvör-derst kann der Wasserdampf nicht füglich in solche Höhen ge-langen, dafs die Elasticität der Luft geringer wäre, als seineeigene; je höher derselbe aber gehoben wird, um so gröfser istseine Menge im Verhältnifs zur Luft, da die Menge des in ei-nem gegebenen Raume enthaltenen Wasserdampfes unter jedemLuftdrucke dieselbe ist *, Wird aber die Temperatur vermin-dert, so erfolgt dennoch keineswegs sogleich ein Niederschlag,wenn der Dampf nicht mit einem die Wärme leicht aufnehmen-den dichten Körper in Berührung kommt, vielmehr kann sichderselbe lange bei einer hohen Temperatur erhalten, wie sichin Brauhäusern, Salzsiedereien u. s. w. zeigt, und hierauf be-rruhet hauptsächlich die hohe Wärme, welche nach obigen An-gaben in höheren Regionen oft beobachtet ist. Sinkt die Tem-peratur herab, so wijrd die Dichtigkeit des Dampfes vermindert,pnd ein proportionaler Theil seiner freien Wärme zur Erzeu-gung dieser gröfseren Expansion verwandt 1 2 3 , bis er für den ge-gebenen Raum und die vorhandene Wärme das Maximum derDichtigkeit erreicht hat, welches diesemnach also bei fortgesetz-tem Aufsteigen nothwendig endlich überschritten werden mufs,wenn nicht- stets hinzukommende trockene Luftschichten (ihnaufnehmen. Nach überschrittenem Maximum der Dichtigkeit

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folgt dann aber nicht sogleich ein Herabfallen des wässerigenNiederschlags, sondern es entsteht Dunst 3 , welcher sich in derGestalt dichterer oder dünnerer Wolken eine geraume Zeitschwebend erhält,J und die nachfolgenden Hydrometeore haupt-sächlich bedingt. Schwieriger ist die Entscheidung der Frage,ob die aufsteigende und dadurch stets dünner werdende Luft

1 S. Dampf. Th. II. 9. 403.

2 S. Ebend. S. 301.

3 S. diesen Art Th. II. S. 644.

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