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[Fünfter Band. H - K.]
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II a v m o n i c a.

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wurde, liefs sich erwarten , indefs fand man es bei seiner Ein-fachheit nicht der Mühe werth, jede Beobachtung bekannt zumachen. In Deutschland erhielt die Erscheinung allgemeinereBekanntschaft durch Hehmbstaedt 1 und durch den GrafenMussin Puschkin 1 2 , welcher den Ton nicht von den Schwin-gungen des tjlases herleitete, sondern annahm, dafs sich in je-dem Zeitmomente Knallgas bilde und explodire, wobei danndie in unmefsbaren Zeitintervallen einander folgenden Explo-sionen den anhaltenden Ton erzeugen müfsten. Eine gleicheAnsicht hegte Schebeii 3 , mit dem Unterschiede, dal’s nachihm durch-die Explosionen das Glas der Kolben erschüttert wer-den, und hierdurch der Ton entstehen sollte. Mussin Pusch-kin führte indefs hiergegen das Argument an, dafs man die Kol-ben umwickeln könne , ohne dadurch die Entstehung des To-nes zu hindern. Um dieses zu prüfen, stellte Ssherer 4 eineneue weitläuftige Reihe von Versuchen an, bediente sich zumAufnehmen der Flamme der verschiedenartigsten Gläser, als of-fener und verschlossener Röhren, Vorlagen, Kolben, Flaschensowohl runder als kantiger, ja sogar gemeiner Medicingläser mitnicht zu enger Oeftnung, und fand es allerdings bestätigt, dafsdas Umwickeln derselben mit vielen Leinen und sonstigen , dieSchwingungen des Glases hindernden Substanzen das Hervor-bringen des Tones nicht aufhebe. Nach ihm entstehen die Tö-ne durch dasVacuum, welches vermöge des Verbrennens desWasserstoffgases mit Absorption von Sauerstoffgas in den gläser-nen Gefäfsen hervorgebracht wird, und in welches die äufsereLuft dann mit so viel greiserer Gewalt eindringt, je enger die

Oeffnung des Glases ist.

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F. F. Chlahni 5 , so classisch in allen seinen Untersuchun-gen der Schalllehre, stellte bald nach Bekanntwerdung des Phä-nomens eine grofse Reihe von Versuchen an, und entschied inGemäfsheit derselben, dafs der Ton nicht durch das Ge-fäfs erzeugt werde, worin die Flamme des Wasserstoffgases

1 V. Crell’s cbem. Ann. 1793. I. 355. '

2 Göttling’s Taschenb. f. Scheidekünstler. 1795. S. 13.

3 Gren’s Journ. V11J. 375.

4 Gren’s N. Journ. II. 506.

5 Nene Schrift, d. Ges. Nat. Fr. Berlin 1795. I. 125. HindenburgArchiv d. reinen u. angewandten Math. 1794. I. S. 126.