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[Fünfter Band. H - K.]
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Heizung«

grüneren Verhältnisse als dem einfachen der Dicke abnimmt.Dieses folgt auch aus der Natur der Sache; denn da bei demDurchgänge der Wärme durch jede gegebene Dicke eines leiten-den Körpers die nämlichen Hindernisse zu überwinden sind, somufs hieraus die Zeit des Durchganges im umgekehrten Verhält-nisse der Dicken stehen, und dieses Verhältnis mufs noch da-durch wachsen, dafs die Wärme bei abnehmendem Unterschiededer Spannung die gleich grofsen Räume weniger schnell durch-läuft 1 2 . Die hiernach festzusetzende Regel weicht zwar sehrvon derjenigen ab, welche Wagenmann 2 hierüber aufgestellthat, wonach die Durchleitung den Cubikwurzeln aus den Dik-ken der Körper umgekehrt proportional seyn soll; allein gegendiese letztere, weder durch Theorie noch Erfahrung begrün—dete, Regel streitet das Resultat der von Böckmann angestellteilVersuche, eben wie die durch Biot 3 aufgestellte durch Des-I’UEtz bestätigte und durch Fourier 4 in einem sehr zusam-mengesetzten Calcüle dargelegte Theorie, wonach das Gesetzder Fortpflanzung der Wärme in den verschiedenen Körperndurch eine logarithmische Curve dargestellt wird. Endlichstimmt auch die gemeine Erfahrung mit jenem Gesetze überein,indem zwei Fufs und darüber dicke Hüllen der Feuerungs-Räume bei Dampfmaschinen u. s. w. an der einen Seite glühend,an der andern aber nur unmerklich warm zu seyn pflegen, unddafs man in kalten Wintern die Fenster mit dickem Eise über-zogen findet, während solches an den Thüren und Wänden undFensterrahmen nicht zum Vorschein kommt. Man wird sichdaher von der Wahrheit nicht sehr entfernen, Wenn man in derpraktischen Anwendung zur Bequemlichkeit der Rechnung dasGesetz annimmt, dafs die Wärmeleitung durch die verschiede-nen W ände der erwärmten Räume den Dicken derselben umge-kehrt proportional ist. Dabei kommt jedoch sehr in Betrach-

1 Diese sehr elementare Darstellung des schwierigen Problemsmag für den vorliegenden praktischen Zweck genügen. Sehr gelehrtist dasselbe behandelt durch Fourier a. a. O.

2 A. a. O. S. 8.

3 Traite. IV. 666.

4 Als Eesultat seiner Untersuchungen stellt Fourier a. a. 0. p.73 . den Satz anf: Si l’on doublait l’dpaisseur de l’euceinte, on au-rait le mime ro'sultat, que si l’on employoit une substance, dout laconducibilitd propre serait deux fois plus grande.