206
Heizung.
oder die Temperatur der abgeleiteten Luft derjenigen der zu<*e-
t" °
führten gleich, 60 würde n- - = oo seyn, d. h. es würde alle
zugeführte Wärme auch wieder abgeleitet, und könnte durcheine unendliche Wärmeproduction keine Erhöhung der Tempe-
ratur erzeugt werden *. Wird dagegen t ,, = ^-t', so ist -
= 1 und es verhält sich der Holzaufwand bei der Circulation zudem beim Luftwechsel wie 1:2. Es liegt in der Natur derSache, dafs die Luft aus dem Wärmecanale so viel wärmerseyn müsse, je gröfser der Unterschied der mittleren Tempera-tur des Zimmers und der äufseren Luft ist, und so kann es ziem-lich als Regel angenommen werden , dafs die Temperatur desZimmers das arithmetische Mittel zwischen der äufseren und der
zuströmenden warmen sey, in welchem Falle t
—, und das
21 t"
Verhältnifs des Brennmaterials = 1 : ^= 1:1 + —^ - y,
ist. Der im letzten Gliede ausgedrückte Mehrbedarf kann nies= 1 werden, weil t" allezeit kleiner ist als t, und somit kannin der Wirklichkeit der Verbrauch des Brennmaterials beim Luft-wechsel nie das Doppelte von demjenigen betragen, welchen dieCirculation erfordert. Um endlich ein Beispiel in Zahlen aufzu-nehmen, sey die äufsere Temperatur — 10° C.; die der unterenLuftschichten des Zimmers = 14° C. die mittlere des Zimmers= 18° C. und der zuströmenden Luft = 40° C., so ist also
t = 28° C.; t' = 40° C.; t" = 14° C., mithin = 1 ~-~
= und das Verhältnifs der Holzconsumtion zwischen beidenEinrichtungen = 13: 20 wobei also der Luftwechsel etwas überdie Hälfte oder T 7 T mehr Brennmaterial erfordern würde, als dieCirculation.
31. Die Canäle, welche die warme Luft aus der Heizkam-
1 Diesem anscheinend paradoxen Satze steht ein anderer nochparadoxerer zur Seite. Wäre nämlich t">t', so würde nega-
tiv, und der Luftwechsel weniger Brennmaterial erfordern, als dieCirculation. In diesem Falle aber müfste derselbe eine eigentümli-che Wärmequelle in sich selbst haben, und das Resultat der Formelwäre allerdings gerechtfertigt.