217
Luftheizung.
schliefsende Oeffnung anbringt. In Tanz- und Concertsälen,Opernhäusern u. 8. w. ist eine solche Einrichtung unmöglich,und überhaupt müssen allezeit die Mündungen der Heiz-Canälein grüfserer Höhe angebracht werden, wenn man zu fürchtenhat, dals zufällig oder absichtlich Sachen in dieselben gelangenkönnten , welche sie verstopfen oder gar auf den Ofen herab-fallen und daselbst mit Verbreitung eines widerlichen Geruchesverkohlt werden könnten. Zugleich ist auch dahin zu sehen,dals die im Zimmer befindlichen Personen durch die zu grofseWärme der ausströmenden Luft nicht leiden. Nach allen diesenwird es nicht schwer seyn, in jedem Falle über den schicklichenOrt und die geeignete Höhe dieser Mündungen zu entscheiden.Die Oell'nungen der Canäle für die kalte Luft müssen allezeitim Fulsboden oder in sehr geringer Flöhe über ihm, weit ent-fernt von den Wärmecanälen angebracht werden, und beimLuftwechsel am besten in der Nähe der Fenster, um die dort amstärksten abgekühlte Luft sofort aufzunehmen und wegzuführen.Dafs beide, sowohl die Zuflufs-Canäle für die warme Luft alsauch die Abführungs-Canäle der kalten Luft zweckmäfsig mitSchiebern versehen werden , um die Stärke der Strömung erfor-derlichen Falls zu reguliren, oder dieselbe ganz aufzuheben,liegt so nahe bei der Sache , dafs es kaum einer besondern Er-wähnung bedarf. Endlich lassen sich die Mündungen beidernoch auf verschiedene Weise, z. 11. in den Gesimsen , den Lam -brinen u. s. w. maskiren oder auf eine den zu erwärmenden Räu-men angemessene Art decoriren , worüber man aber hier keineVorschläge erwarten wird. Weniger zur Schönheit als zum Nuz-zen gehört aber noch eine solche Einrichtung, wenn man dieWärmecanäle mit den erforderlichen Klappen versieht, um ihreMündung in den Zimmern zu verschliefsen und zugleich eineandere ins Freie zu öffnen , auf den Fall, dafs in der Heizkam-mer Rauch entstehen sollte, dessen Eintritt in die Zimmer zuverhüten wäre, wobei diese Vorrichtung zugleich auch dazu die-nen könnte, einerUeberheizung der Zimmer sofort zu begegnen,ln diesem Falle dürfen die Canäle für die warme Luft nur bis an'einen zur Aufnahme der überflüssigen Wärme und des etwa ent-stehenden Rauches schicklichen Ort fortgeführt, für gewöhnlichaber mit einer Klappe versehen werden, welche sie abschliefst, unddie Luft nöthigt in die Zimmer zu strömen, worüber es keinerbe-sonderen Vorschriften bedarf. Die Verschliefsung der in die