Band 
[Fünfter Band. H - K.]
Seite
226
JPEG-Download
 

226

II eliometer.

nützlich ist, um den Fehler, welchem jede einzelne Messungunterworfen ist, kennen zu lernen u. s. w., ist 'wohl bekanntgenug.

Ich habe bisher ntir'-den Haupttheil dieses multiplicirendenHeliometers erklärt, uhd keinen Gebrauch gezeigt; jetzt kommeich zu der Drehung des Objectivs. Wenn man blofs die Durch-messer genau kreisförmiger Gegenstände messen will, so wärees einerlei, ob sich die beiden Objectivhälften in einer auf denAequator senkrechten oder schief dagegen geneigten Stellungfort bewegten; aber gesetzt man wollte den Abstand zweier Fix-sterne von einander, oder den Axendurchmesser eines merklichsphäroidischen Planeten u. s. w. messen, so müfste man die Ob-jectivliälften in die Stellung-bringen, dafs das Bild des einenSternes gerade auf den andern zu ginge, wenn man die Schrau-ben dreht, oder 1 dafs die Berührung der beiden Planetenbildergenau am Pole des Planeten statt fände, und deshalb ist das Gb-jäctiv mit den gesammten bisher beschriebnenTheilen um die AxeFig. des Fernroljrs beweglich. Der ganze Apparat ABCD wird durch^•eine fest andrückende Sperrung fest gehalten, hebt man aberdiese aus, sb kann man mit der Hand die Drehung um die Axedes Fernrohrs zü Stande bringen, und indem man den sperren-den Hebel wieder eingreifen läfst, auch ein leises Fortrücken mitHülfe einfer Schraube bewirken. Damit aber dann zugleich diezur Drehung dienenden Stangen G, H die richtige Stellung behal-ten, löst man zugleich die Schraube, die den Ring IK festhält,und giebt ihnen durch Drehung dieses Ringes die mit der Axe desFernrohrs parallele Lage. Bei der hier in der Figur dargestelltenAnordnung hat die Drehung des Objectivs noch die Unbequem-lichkeit, dafs derBeobachter jedesmal das Beobachten unterbrechenund zum Objectiv hingehen, oder einen Gehiilfen haben mufs,um dieses in den richtigen Stellungswinkel zu bringen, und weildieser sich nicht sogleich, oft erst nach wiederholten Berichti-irtnau erhalten läfst', so wird dadurch die Beobachtungbe ^entend gesiui., isi-t^her bei den neueren in der Utzschnei-er sehen Ollicin Verfertigten Heliometern auch zur Drehung desbjectivS, zum Fortschrauben der Schraube, welche die feinereDrehung fcewirkt, eine solche Einrichtung gemacht, dafs derBeobachter, ohne sein Auge vom Oculare zu entfernen, denrichtigen Stellungswinkel des Objectivs erhalten kann. Hat dasObjectiv diese erreicht, so liest man auf der an der Fassung des