424 Hörrohr.
nen aber als Erzeugnisse der Kunst nur der Vollständigkeit we-gen kurz erwähnt werden. Dahin gehört dss Labyrinth in Ae-gypten , welches aus 3000 Gemächern, zur Hälfte über zur an-dern Hälfte unter der Erde bestanden haben soll 1 , gegenwär-tig aber meistens verschüttet ist; die Katakomben bei Rom ,welche von unglaublicher Ausdehnung sind, meistens aber ausschmalen und niedrigen unterirdischen Gängen mit einer MengeNischen im tuflartigen Kalksteine ausgehauen bestehen 2 . Mir-der ausgedehnt, aber aus geräumigem Gängen .bestehend, sinddie Katakomben bei Neapel, Auch bei Smolensk befinden sichungeheuer grofse und weite Höhlen, die man für künstlicheBegräbnifsplätze hält 3 * 5 , u. a. m.
Diese kurze Uebersicht der vorzüglichsten und bekannte-sten Höhlen möge hier als Beitrag zur physisohen Geographiegenügen. Vollständigkeit kann so viel weniger verlangt wer-den , als die nämlichen Erscheinungen bei gleichartigen Höhlensich allezeit wieder erneuern , auch gehören die Untersuchun-gen über die Arten des Gesteines, worin sie Vorkommen und dieUrsachen ihrer Bildung zunächst in das Gebiet der Geognosieund Geologie. Jff.
II ö r r o li r.
Tuba acustica', Cornet acoustique; Hearingtrumpet. Das Hörrohr ist ein Werkzeug, dessen sich Schwer-hörige bedienen , um den Schall zu verstärken. Bei der Con-struction desselben sucht man im Allgemeinen mehr Schallstrah-len aufzufangen und diese so zu vereinigen, dafs daraus eineverstärkte Wirkung auf die Gehörwerkzeuge erhalten werde.Ciiladxi* nennt es daher ein umgekehrtes Sprachrohr, bestimmtdem Ohre eine gröfsere Menge Schallstrahlen zuzuführen , undLambekt 3 verlangt die parabolische Figur derselben, um diesämmtlichen Schallstvahlen in einen einzigen Punct zu vereini-gen, wozu Chladsx noch die Bedingung setzt, dafs der para-