Band 
[Fünfter Band. H - K.]
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Hof.

fernt lag der Mittelpunct des durch den Mond gehenden Kreisesbei JTali.’s Beobachtung 1 . Der Mond stand 54 Grade hoch, der"enenüber liegende Tunet dieses Kreises nur 14 Grade, so dafs

O P O '

der Mittelpunct dieses Kreises 20 Grade vom Zenith entferntseyn mufste. Dieser Ilorizontalkreis, denn so werde ich ihn,der seltnen Abweichungen ungeachtet, nennen, entsteht wohlohne Zweifel, wie schon HuGE.vitrs annahm, durch Spiegelungan vertical schwebenden Schneenadeln. Stellen wir uns näm-lich verticale Spiegel um uns herum in allerlei Stellungen vor,so sehen wir Sonnenbilder nur in denen , die mit unserer Ge-sichtslinie O A eben den Winkel, wie mit dem SonnenstrahleS A machen, CAO = bAS, oder in denen , für welche b A S= {S'0 A ist, wenn S’ O, parallel mit S A, nach derSonne zu geht.Schwebt also ein grofser Theil der prismatischen Eisnadeln vertical,.so werden sich unter ihnen in der Richtnngslinie O A immersehr viele finden, die diese Stellung haben ; und da die übrigen,von dieser Stellung abweichenden, wenn sie nämlich verticalsind , gar kein durch regelmäfsige Spiegelung zurückgeworfenesLicht in das Auge senden, so zeichnet der Glanz jener sich merk-lich aus. Das Bild, welches jeder dieser Verticalspiegel unsdarstellt, liegt mit derSonne gleich hoch über dem Horizonte,denn da das Einfallsloth auf einen Verticalspiegel bc, die Ho-rizontallinie DA ist, und das Bild hinter dem Spiegel auf einerdurch den leuchtenden Tunet, dem Einfallslothe parallel gezo-genen Linie eben so weit hinter dem Spiegel liegt als der leuch-tende Tunet vor demselben, so erhellet leicht, dafs das nachdiesem Bilde sehende Auge seinen Blick nach einer Richtung,ebenso Geneigt a l s die Richtungslinie nach der Sonne, wendenmufs. Da dieses für alle jene spiegelnden Nadeln gilt, so siehtman einen mit dem Horizonte parallelen hellen Kreis, der anmanchen Stellen unterbrochen seyn kann, wenn sich geradedort wenige oder gar keine verticalen Eisnadeln befinden.

Damit dieser Kreis vorglänzend sich zeige, mufs es derverticalen Nadeln bedeutend viel mehrere geben, als der in an-dern Richtungen schwebenden; denn gäbe es ebenso viele, die1 Grad gegen die Verticallinie geneigt, unter einander parallel,(zum Beispiel alle von Norden nach Süden geneigt) schwebten,so würde sich ein gleichfalls durch die Sonne gehender Kreis,

1 Edinh. Ph. Tr. IV. 173 und G. III. 357.