T li eo ri c.
479
ne, und zweitens, dals auch nur wenige Trismen beitragenkönnten, um diesen Ring zu zeigen, weil eine, nur um Gradfortgerückte Lage des Prisma’s schon den Abstand des Bildesvon der Sonne um mehrere Grade vermindert. Aber merkwür-dig trifft es sich , dafs eine andere Brechung sich genau mit die-ser vereinigt, um den Ring in diesem Abstande zu verstärken.Ventuju macht nämlich die Bemerkung, dafs ja bekanntlichin den Schneesternchen mehrere solche Trismen vereiniget sind,Figund dafs hier der Lichtstrahl zy so auffallen könnte, dafs er 1 - 10zuerst nach yx gebrochen, dann bei x in die Luft übergehend,die zweite Spitze in w so träfe, dafs qw = qx würde; dannergebe sich bei w eben die Brechung wie bei x; bei v eben dieBrechung wie bei y und die austretenden Strahlen vu wären sogut, wie die bei y eintretenden, unter sich parallel. Damitaber nun vu mit yz einen Winkel von ungefähr 44 Gr. mache,findet Ventuki es nöthig, den Winkel des Prisma’s auf 5ii bis5Ö° herabzusetzen, und dieses scheint mir unangemessen, dagerade jene Prismen von genauen 60 Graden die Grundlage un-serer ganzen Untersuchung ausmachen. Ich stelle daher lieberdie Frage auf, unter welchem Winkel = wqx müssen diegleichseitigen Prismen verbunden seyn, damit uv mit yz einenWinkel von 44 Graden bilde. Dieser Werth ist sein nahe 90Grade; denn wenn ich
wxq == xwq = 45° setze, so ist
Cos. rxy == - ' ; rxy = 57° 19'.
1)0 i
ryx = 62° 4T; nyz = 53° 3';der Strahl xw macht also mit zy einen Winkel von 21° 57 7 ,und uv mit zy einen Winkel von 43° 54 > . Das Brechungsver-hältnils 1,3022 giebt 42° 48’. Bei den Trismen also, welche aufdiese Weise wirksam seyn sollten, müfsten die Prismen zuzwölfseitigen regelmäfsigen Sternen verbunden seyn. — Es istnicht unmöglich, dafs dieses der Fall wäre, aber einen grolsenWerth mag ich dennoch nicht auf diese Strahlen setzen , obgleichihre Wirksamkeit sehr grofs seyn würde, da eine erheblicheAenderung in der Lage des prismatischen Schneesterns nur we-nig Aenderung in die Richtung des hervorgehenden Strahlesbringt.
Aber es ist nicht nöthig, dafs zwei Prismen auf diese Wei-se fest verbunden sind, sondern noch bei einem zweiten gegen-