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Hof,
Verticallinie abweichend, annimmt, so erhält man einen elliptl-schenRing, in dessen Durchschnitte mit dem Horizontalkreise dielebhaftem Nebensonnen stehen, weil ohne Zweifel der verticalenNadeln mehrere, als der übrigen , vorhanden sind.
Auf diese Weise mögen in manchen Fällen diese Ellipsenentstehen, und diese Erklärung scheint mir genügender, als dievon Venturi, welcher horizontale Prismen dabei voraussetzt,jedoch keine strenge Untersuchung über den Weg des Lichtesin horizontalen Prismen anstellt. Aber auch noch auf eine zwei-te Weise kann ein solcher elliptischer Ring entstehen. Gesetztder Horizontalkreis wäre in der Nähe der Sonne so glänzend,dafs er selbst wieder um jeden seiner Puncte einen ersten Hofzeigen könnte, so würden diese vereinigten Höfe nur einen hel-len Raum, begrenzt an der Stelle, die 22 Grade von dem Endejenes leuchtenden Bogens ab läge, darstellen, so wie Fraun-hofer es sich zur Erklärung der Berührungskreise dachte. Wä-re nur eine sehr glänzende Wolke oder ein sehr heller Theildes Horizontalkreises an jeder Seite der Sonne, so entständenzwei excentrische Kreisringe, so wie Schult sie beobachtete.Es bleibt dabei nur auffallend, dafs sie genau symmetrisch anbeiden Seiten der Sonne liegen *.
Eine andere Abweichung von der gewöhnlichen Anordnungdes Phänomens besteht darin, dafs zuweilen, aber doch sehrselten, der Halbmesser des ersten Ringes kleiner als 22 Grade ist.Musschenbroek behauptet, dafs am 23. Febr. 1734 ein sol-cher Ring anfangs 23 Gr. Halbmesser gehabt und nach sich
bis auf I 87 Gr. verkleinert habe 1 2 .
Solche Kreise, deren Halbmesser andere als die gewöhn-lichen Abmessungen hatte, sah auch Rever in Pont-Audemer.Es erschienen drei Cirkel , welche die Sonne zum Mittelpuncte
hatten; der Durchmesser des kleinsten = 35°, des dritten = 70°.
Ein vierter Kreis hatte sein Centrum im Umfange des ersten,sein Umfang ging durch die Sonne und berührte von innen dengröfsten der drei concentrischen Kreise, Durch denBerührungs-
1 Mau hat zuweilen ganz nahe über und unter der Sonne Ne-bensonnen gesehen, die ich, als nicht zu unserm Phänomen gehörend,hier nicht näher betrachte: wenn solche Nebensonnen auch horizon-tal ihr zur Seite stehen können, so würde die Voraussetzung zweiersolcher Nebensonnen diesen symmetrischen Stand erklären.