Band 
[Fünfter Band. H - K.]
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Hydraulik.

gung flüssiger, unelastischer Körper betreffen, vorgetragen:da aber der Name von tdpavX'tg, die Wasser - Orgel, herkommt,so ist es wohl angemessener, den Namen Hydraulik nur auf dietechnischen Anwendungen zu beziehen, die man von der Be-wegung des Wassers macht; ich habe deshalb den theoretischen

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Theil der Lehren von der Bewegung des Wassers unter demTitel: Hydrodynamik vorgetragen.

Die Gegenstände, welche zur Hydraulik gehören, sind,so weit sie in den Plan des Wörterbuches gehören , fast sämmt-lich in besondern Artikeln ahgehandelt, ich erwähne sie dahernur kurz.

Der Ausfiuls des Wassers aus Oeffnungen, dessen Gesetzeim Art. Hydrodynamik erläutert sind, findet eine praktischeAnwendung bei dem Visiren der Quellen, wodurch man dieMenge Wasser bestimmt, welche man aus der Quelle erhält.Wenn gleich die Abmessung vermittelst des Eichgefäfses unddie Bestimmung der Menge nach Wasserzollen nicht die pas-sendste und daher nicht mehr so allgemein üblich ist, als ehe-mals , so roufs ich sie doch wohl kurz erwähnen. Man bedientsich dazu pines Gefäfses, das Kreisöffnungen hat, und zwareine von 1 Zoll Durchmesser, und andere, welche an Flächehalb so grofs, ein Viertel so grofs, ein Zwölftel so grofs sind;diese dienen zu Bestimmung der Quantitäten , die man 1 Was-serzoll, 4 Wasserzoll, 4 Wasserzoll, 1 Wasserlinie nennt.Dieses Gefäfs läfst man, während alle Oeffnungen geschlossensind, sich aus der zu untersuchenden Quelle füllen, öffnet danneine der Oeffnungen oder mehrere, und ändert dieses so langeab, bis man diejenigen gefunden hat, welche eben so viel Ab-rufs geben, als die Quelle Zuflufs gewährt; hat man nun diesGefäfs so weit gefüllt, dals alle Miltelpuncte um die bestimmte,gleiche Tiefe unter der Oberfläche liegen, so sagt man, dieQuelle gebe einen Wasserzoll, wenn die 1 zöllige OeilnungAbflufs genug gewährt und so weiter. Dals sich ähnliche An-ordnungen auch gebrauchen lassen , um einen gegebenen Was-servorrath nach bestimmten Verhältnissen zu vertheilen, ver-steht sich von selbst 1 .

1 Bion traite de la construct. des instrumens. p. 172.

Von den Marsbestimmungen der Römer bei ihr.en VVasscrleitmi- 1gen giebt Faoimtius Nachricht ^de aquae ductibuJ urbis Romae. 24 bis 63.)