Band 
[Fünfter Band. H - K.]
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Geschichte und Literatur,

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diese Räder drehte, welche theils die Zeit anzugeben, theilsandere Maschinen in Bewegung zu setzen, kleine Spielwerke(z. B. das Werfen von Steinchen) zu bewirken, angewandt wur-den. Eine Einrichtung, die Stunden zu zeigen , bestand dar-in, dafs eine mit dem Schwimmer gehobene Figur mit ihremStabe die Stunde bezeichnete, wo also der Zuilufs des Wassersder Stunden - Abtheilung gemäfs angeordnet seyn mufste. SchonKtesibius im 2ten Jahrhundert vor Christo oder wenigstens deretwas später lebende IIeuo nehmen hierbei auf die Ungleichheitder Stunden und auf den ungleich schnellen Zufluls des WassersRücksicht. Weil nämlich die zwölf Tagesstunden nicht in je-dem Monate gleich waren , so wurden diese ungleichen Stun-den - Abtheilungen auf verschiedene Seiten jener Säule , gegenwelche der Stab der Statue zeigte, aufgetragen und in jedemMonat die ihm entsprechende Abtheilung hervorgewendet. Vx-truv erzählt, dafs das in einer engen Röhre heruntergleitendeGewicht, indem es die verdichtete Luft hervordrängte und da-durch einen Ton hervorbrachte, den Ktesibius auf die Verbin-dung von hervorströmendem Winde und entstehenden Tönen©

aufmerksam gemacht und zu Verfertigung hydraulischer Maschi-nen, worunter auch die Wasser-Orgel genannt wird, veran-lagt habe.

Hero , von welchem noch ein Buch Pneumatica neu spi-ritalia vorhanden ist 1 , war ebenfalls durch künstliche Wasser-Uhren berühmt, und giebt in jenem Buche Springbrunnen undandere hydraulische Kunstwerke an , die zum Theil noch unterseinem Namen (lleronsbrunnen, IleronsbalV) bekannt sind.Hippias soll sie noch mehr verbessert haben.

Wassermühlen waren ebenfalls schon vor Vitruvius be-kannt, und Ausosxus (im 4ten Jahrhundert nach Christo) er-wähnt aufser ihrer Anwendung zu Kornmühlen auch die Anwen-dung zum Sägen des Marmors.

Ueber die Abmessung und Austheilung des der Stadt Rom zugeleiteten Wassers theilt Julius Fhontinus (im Anfang des2ten Jahrhunderts nach Christo) umständliche Nachrichten mit.Er erwähnt zwar die Ungleichheit des Ausflusses, die bei glei-chen Oeffnungen und gleichen Rohren aus der ungleichen Höhedes Wasserstandes hervorgeht, scheint aber eine genaue Ver-

1 Lateinisch duich Commandinus. Paris . 1575.

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