Theorie.
1x57
1,0583 : 1,3749 = 4,SOI : 6,222
Das letzte Glied dieser Gleichung drückt also das Gewicht einesCubikfufses Dampf bei 60° F. in Grains aus, das erste die Aus-dehnung desselben (expansion) letztere bei 32° F. =1 gesetzt;die erstere Grölse für alle Grade F. von 0 bis 95 auf gleicheWeise berechnet, füllt die dritte Columne der Tabelle, diezweite, auf gleiche Weise gefunden, die vierte, welche indefsfür die hygro metrischen Beobachtungen ganz überflüssig ist.Jede Beobachtung der hygrometrischen Differenz am Daniell’-schen Hygrometer giebt dann sehr einfach folgende Gröfsen,welche durch ein bestimmtes Beispiel anschaulicher werden:
Temperatur der Luft.70° F.
Thaupunct .55° -
Grad der Trockenheit der thermometr. Scale . 15° -*
Grad der Feuchtigkeit der hygrom. Scale . 0,618
Elasticität des Wasserdampfes .. 0,476 n. Z.
Gewicht des Dampfes in 1 Cub. F. ... 5,175 Gr.Hiervon ist die erste Gröfse am Thermometer der Säule gegeben,^die zweite an dem der mit Äether gefüllten Kugel, die dritteist die Differenz beider, und zeigt, wie viele Grade der Gon-densationspunct des Dampfes unter der Temperatur der Atmo-sphäre liegt; die vierte wird gefunden, wenn man berücksich-tigt, dafs die Sättigungsgrade mit Dampf den Elasticitäten (oderauch den Dichtigkeiten) umgekehrt proportional sind. Indemalso die Elasticität des Dampfes für 55° F. = 0,476 Z. für 70°aber 0,770 Z. beträgt, so giebt
0,476 : 0,770 = 0,618 : 1.
und die Luft ist also bei 70° Temperatur nur im Verhältnifs von0,618 gesättigt. Die beiden letzten Gröfsen endlich werdenaus der Tabelle unmittelbar entnommen.
Gegen das Verfahren, wonach Daniell zu den in seinerTabelle enthaltenen Gröfsen gelangt, ist zwar im Allgemeinennichts einzuwenden, allein es ist dennoch nicht von der Art,wie der gegenwärtige Standpunct der Wissenschaft fordert. Dafszuvörderst die Dalton’schen Bestimmungen der Elasticitäten desWasserdampfes allein angenommen werden, ist aus dem hohenAnsehen leicht erklärlich, wozu sie namentlich in England undFrankreich gelangt sind, obgleich man in Deutschland nicht un-gegründete Zweifel dagegen erhoben hat. Wenn man inzwischenbei der Bestimmung der Elasticitäten des Wasserdampfes nicht